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Projekte

 

Traumatische Erfahrungen vor der Unterbringung und die Trennung von der Familie prägen fremduntergebrachte Kinder. Unser Pädagoginnen und Pädagogen bringen immer wieder Ideen zur gezielten Förderung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen ein. Es entstehen individuell konzipierte Projekte, die als Reaktion auf die pädagogischen Herausforderungen in den sozialpädagogischen Wohngruppen entwickelt werden. Wir danken unseren Sponsorinnen und Sponsoren für die Unterstützung, die uns die Umsetzung der Projektideen ermöglichen. Stellvertretend für die zahlreichen Projekte, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Europahaus des Kindes durchgeführt werden, stellen wir Ihnen einige Angebote vor.

 

 

 

 

 

Ein kurzes, aber schönes Herbstprojekt….

 

 

Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite, als wir sehr kurzfristig ein Projekt mit Mädchen unserer Wohngruppe planen und durchführen konnten. Unserer Kinder/Jugendliche hatten schulische Herausforderung – ein Mädchen macht heuer Matura, ein Mädchen hat gerade in eine höhere bildende Schule gewechselt, mit vielen neuen schulischen Herausforderungen,…. Um ein wenig Auszeit vom Alltag zu genießen  fuhren wir auf den wunderschönen Pferdehof in Pinggau, wo sich in den letzten Monaten viel getan hat. Es gibt nun Jurten dort, die beheizt sind, in denen man schlafen kann und auch ein Tipi, wo man offenes Feuer machen kann. Den Jugendlichen ist eine bewusste Ernährung sehr wichtig, darum haben wir im Vorfeld besprochen, was sie gerne kochen und mitnehmen möchten. Sie haben einen Essensplan erstellt und gemeinsam sind wir einkaufen gegangen. Wichtig war  eine vegetarische Ernährung. Am Hof angekommen, haben wir gleich eine Reitwanderung gemacht. Die Mädls durften sich auf die Pferde setzen und haben sich von uns führen lassen. Es war für manche gar nicht so einfach, sich am Pferd zu entspannen und sich einfach nur tragen zu lassen. Doch der Ausritt hat allen gut getan und wir haben gleich gut vom Alltag abschalten können.

Die kalten Nächte haben sich in der Steiermark schon bemerkbar gemacht und wir haben uns nach der spätnachmittäglichen Reitwanderung mit einem warmen Kürbisrisotto und Tee aufgewärmt. Der Ofen wurde eingeheizt und es konnte der Abend mit guten Gesprächen vorm Kamin ausklingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag weckte uns die Sonne, aber es war sehr kalt. Wir stärkten uns mit einem Frühstück und begannen mit dem Malen. Bunte Spraydosen, Acrylfarben in allen Farben standen zur Verfügung und alle werkelten munter, aber konzentriert und still vor sich hin. Nach dem Malprozess gingen wir gemeinsam ins Tipi, machten Feuer und nutzten diese besinnliche Stimmung um das Malen zu reflektieren. Die Jugendlichen bekamen den Auftrag für 15 Minuten alleine sich in der Natur aufzuhalten um über folgende Fragen nachzudenken:

 Wie ist es mir beim Malen gegangen?

Wie war der Entscheidungsprozess, welche Farben habe ich gewählt?

Kamen die Ideen sehr spontan oder habe ich länger drüber nachdenken müssen?

Wie zufrieden bin ich mit dem Ergebnis?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Redekreis wurde eröffnet und die Mädls sprachen sehr offen über ihre Herangehensweise. Nach der Reflexion ging das Gespräch über in ein Feedback von uns an die Mädchen und sie gaben uns auch Feedback.  Es war eine sehr berührende, ehrliche und offene Atmosphäre, die allen sehr gut getan hat. Anschließend haben wir Steckerlbrot und Marshmellows am Feuer gegrillt.

Leider ging auch dieser Tag viel zu schnell zu Ende und wir fuhren wieder in die WG zurück. Ich glaube, das Projekt hat die Kinder sehr gestärkt, jedoch hat sich auch herauskristallisiert, dass  viel zu kurz war.

Das nächste Mal würden wir gerne länger bleiben, um jede Aktivität noch intensiver genießen zu können.

 

 

 

 

 
 

 

 

Salzburger Mädels – Projekt

 

Beziehungen sind sehr wichtig aber nicht immer einfach. Bei diesem Projekt ging es darum Beziehungen zu stärken, eine angemessene Kommunikationsform zu erproben, einen reflektierten und respektvollen Umgang miteinander zu üben und ein schönes gemeinsames Projekt zu erleben

 

 

Salzburg

Das Salzburger Mädels – Projekt hat Dienstagmorgen gestartet. Der Caddy wurde gemeinsam gepackt und schon ging es auf nach Salzburg.

Am Weg wurden die Kinder über die genaueren Überlegungen für das Projekt aufgeklärt und vor allem auch darüber, dass es uns wichtig ist, dass wir immer alle zusammenhelfen und sie auch selbst bestimmen sollen/können was wir mit der Zeit die wir zur Verfügung haben so anstellen könnten.

Nachdem wir unser tolles Apartment – nur 10Gehminuten von der Getreidegasse entfernt – bezogen hatten, überlegten die Kinder was sie gerne kochen würden, und welche Zutaten wir dafür brauchten. Diese wurden dann anschließend gleich gekauft – die Kinder kauften ein und wir begleiteten sie. Es tat ihnen gut selbst die Verantwortung übernehmen zu dürfen – und zu können. Nachdem die Lebensmittel gut verstaut waren erkundeten wir erstmals unsere Umgebung und spazierten in die Altstadt.

 

 

Wir erklommen den Berg zur Festung rauf, spazierten am Geburtshaus von Mozart vorbei und unterhielten uns über dies und das. Das Wetter war hervorragend und die Stimmung sehr gut.Abends kümmerten sich die Kinder um ein leckeres Essen bevor wir einen lustigen Spieleabend miteinander verbrachten. Mit einer Partie Eis mit heißen Himbeeren ließen wir den Abend nett ausklingen –mmmmmh yummy.

Mittwoch hat es das Wetter dann leider nicht so gut mit uns gemeint. Die geplante Kutschenfahrt fiel wortwörtlich ins Wasser, aber wir schufen uns ein gutes Ersatzprogramm:

Den Vormittag verbrachten wir auf einem Bauernhof und durften dort Pferde, Kühe und Hasen streicheln. Anschließend durften wir einen sehr liebenswürdigen Noriker putzen auf dem die Kinder am Reitplatz auch ein paar

Runden drehen durften.

 

Die gastfreundliche Bäuerin lud uns dann auch noch auf Tee und Kuchen ein, um uns etwas zu wärmen bevor wir am Mattsee ein wenig spazieren gingen.

 

Den Spaziergang haben wir mit Vertrauensübungen gestaltet. Die Stimmung war etwas angespannt, da es regnete, aber wir schafften es dann doch noch die Natur in vollen Zügen zu genießen. Im Wald mussten wir über kleine Bäche klettern und konnten einige Passagen nur durch gute Zusammenarbeit überwinden.

Den Nachmittag verbrachten wir dann mit Bowlen und Dart spielen bevor wir uns beim Running Sushi unsere Bäuche vollschlugen.

 

 

Salzburg am Abend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Offene Kommunikation, gegenseitiges Vertrauen und ein wertschätzender Umgang miteinander waren für uns auf den Projekttagen zentrales Thema, weshalb wir den Abend mit Übungen und Spielen gestalteten, die diese Bereiche stärken sollten. Zu Beginn hatte jeder die Aufgabe sich intensiv mit sich selbst auseinanderzusetzen, bevor wir dann auch jedem Teilnehmer des Projektes sagten, was wir an dieser Person gut fänden. Dies hat der Gruppe sehr gut getan und es war eine wichtige Übung, aus der sich jeder viel mitnehmen konnte.

Nachdem die Kinder noch gemeinsam eine kooperative Aufgabe gelöst hatten spielten wir noch Karten und „Mehl schneiden“ bevor wir uns erschöpft von dem aktiven Tag müde ins Bett kuschelten

Donnerstagmorgen schliefen wir mal ein wenig länger, machten uns ein leckeres Frühstück mit süßen Mäusen und packten anschließend unsere Sachen, um uns pünktlich auf den Weg zurück nach Wien zu machen.

 

Zurück in der WG wurde alles ausgepackt und die drei Mädels verbrachten diesen Abend noch viel gemeinsam. Noch in den nächsten Wochen erzählten sie viel von den gemeinsamen Tagen, wir schauten uns die Fotos gerne immer wieder an oder hörten uns jene Lieder an, die uns von nun an wohl immer ans Projekt erinnern würden.

 

 

 

 

 

Trekkingprojekt mit Eseln…

 

…. ein Projekt um die eigenen Grenzen kennenzulernen  –  ein Bericht von Frau Mag. Bettina Kellner

Im Zuge der Lamaprojekte der letzten Jahren kam die Idee auf, einmal ein Projekt durchzuführen, bei dem eine längere Wegstrecke zurück gelegt wird und im Zuge des Wanderns unweigerlich Selbsterfahrung angeregt wird – die eigenen psychischen und körperlichen Grenzen kennen lernen, diese überwinden und daraus Mut, Kraft und Selbstbewusstsein schöpfen. Da unser Lama Gargamel aufgrund seines Alters nicht mehr fit genug für solch lange Strecken ist, begleiteten uns meine beiden Esel und mein Muli auf unserer Wanderung zu uns selbst…

 

Das Wetter meinte es (zu) gut mit uns – unsere Trekkingtage waren trocken und sehr heiß. Die Hitze stellte so eine zusätzliche Herausforderung für uns dar.

Am ersten Tag lernte die Gruppe die Tiere kennen, die uns die nächsten Tage begleiten würden. Ein lockerer Einstieg mit viel Möglichkeit zur Kontaktaufnahme…

Am zweiten Tag ging es schon früh los, um vor der Mittagshitze in der geplanten Mittelstation einzutreffen. Der erste Wandertag war mit rund 20km der längste – und war schon bald herausfordernd für die Kinder, die sich des Ausmaßes des Wanderprojekts trotz mehrfacher Besprechungen nicht bewusst waren. In der Mittelstation legten wir eine lange Mittagspause ein und ruhten unsere müden Beine aus – auch die ersten Blasen wurden versorgt. Nach der Pause hatten Mensch & Tier ein Motivationstief, das es gemeinsam zu überwinden galt. Müde vom Wandern und von der Hitze trafen wir dann aber schlussendlich abends im Ziel ein – nachdem die Tiere versorgt und alle geduscht waren, gönnten wir uns ein warmes Abendessen.

Der Rückweg wurde auf 2 Tage aufgeteilt und wir wählten teilweise neue Strecken mit neuer Landschaft, um für Abwechslung zu sorgen. Die kürzeren Strecken taten unseren müden Beinen gut und weckten wieder neuen Antrieb. Das letzte Stück unserer Reise aber brachte uns an den Rand unserer Kräfte. Gegenseitige Motivation und „Zähne zusammen beißen“ waren erforderlich, um auch die letzten Kilometer noch zu bewältigen. Und dann hatten wir es geschafft – und waren mächtig stolz auf uns selbst und auf die Gruppe!! Auch die Tiere waren froh wieder zuhause zu sein und im Schatten entspannen zu können 🙂

 

Das Projekt war für die eine oder andere sicherlich eine Grenzerfahrung, jede von uns hat Neues über sich gelernt und kann voll Stolz und Selbstbewusstsein darauf zurückblicken, was wir im Team geschafft haben!

 

 

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Lamaprojekt Sommer 2015

 

Unser diesjähriges Lamaprojekt in Niederösterreich stand unter dem Motto „Respekt und gesunde Ernährung“. Mit dabei waren Burschen und Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren.

Umrahmt wurden unsere 4 Projekttage von der Geschichte einer Ameisenkönigin, die sich mit den Themen Gemeinschaft, Zusammenhalt und Kooperationen beschäftigt. Angelehnt an die Geschichte achteten wir sowohl bei der Versorgung unserer Lamas als auch beim Zubereiten der Mahlzeiten sowie gemeinsamen Aktivitäten auf Teamwork und respektvollen Umgang miteinander. So wurden die sozialen Kompetenzen unserer Kinder gefestigt.

 

 

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Trotz der heißen Temperaturen war es wichtig, die Lamas jeden Tag ein wenig zu bewegen und ihnen Abwechslung zu bieten. Die Kinder waren sehr fleißig und haben sich auf kleine Wanderungen rund um und in Magersdorf eingelassen – geschwitzt und geschnauft haben sowohl die Lamas als auch wir. Den Tieren haben wir danach eine Auszeit im Schatten gegönnt und uns einen Nachmittag im Freibad in Hollabrunn. So haben wir uns gestärkt für die weiteren Tage.

 

Spannend war es für die Kinder auch, das gemeinsame Mittagessen zuzubereiten. Jede und jeder einzelne war gefragt – ob beim Gemüse waschen oder schneiden. Im Team haben wir natürlich auch den großen Einkauf geschafft, der gar nicht so einfach war- wie viel brauchen wir, was darf alles gekauft werden, wenn es heißt „gesund und vegetarisch“. Gestärkt haben wir dann doch auch mal mit einer Pizza ……

 

Highlight war unser „Fest“ am vorletzten Tag, bei dem wir erlebnispädagogische Aufgaben mit tiergestützter Pädagogik verbunden haben. Die Kinder sollten als gemeinsamer Abschluss Aufgaben in der Gruppe bewältigen und konnten so Zusammenhalt und Rücksichtnahme beweisen. Die Kinder mussten beispielsweise einen „Moorpfad“ durch das Gehege der Lamas überqueren – wichtig war dabei natürlich die Zusammenarbeit. Weitere Herausforderungen waren eine „Murmelreise“ und eine „gezeichnete stille Post“. Als großen Abschluss galt es in Teamwork mit den drei Lamas einen Hindernisparcours zu bewältigen, bei dem die Lamas für Gelächter sorgten, da sie lieber ein Sandbad nahmen als durch das Labyrinth zu gehen. Bei den erlebnispädagogischen Spielen kamen wie erwartet Konflikte auf, die die Kinder durch unsere Unterstützung aber toll gelöst haben.

 

 

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Sowohl die Kinder als auch die Tiere haben tolle Ausdauer sowie Zusammenhalt bewiesen und haben sich kühle fruchtige (antialkoholische) Cocktails im Schatten als Belohnung verdient…bzw. ein bisschen grasen auf der Wiese.

Im Zuge unserer Projekttage konnten wir intensiv an den Themen Zusammenhalt, Kooperation, Teamwork und Achtsamkeit in der Gruppe arbeiten. Die Kinder haben sehr gut auf einander geachtet und Konflikte konnten mit und auch ohne unsere Hilfe gelöst und überwunden werden. Auch die Tiere waren immer im Mittelpunkt unseres Projektes und durch die Arbeit mit ihnen und um sie herum konnten die Kinder einmal selbst Verantwortung übernehmen.

 

Wir danken BAYER AUSTRIA, dass wir auch heuer ein so tolles Projekt für unsere Kinder realisieren durften – DANKE, dass BAYER AUSTRIA uns schon sehr  viele Jahre so großzügig unterstützt!

 

 

 

 

5 – Mädl Projekt im Oktober 2014

 

Beziehungen sind sehr wichtig aber nicht immer einfach. Desto größer die Bindung, umso schwieriger fallen auch Abschiede. Bei diesem Projekt ging es darum Beziehungen zu stärken und zugleich auch einen guten Abschied zu finden und noch ein letztes schönes gemeinsames Projekt zu erleben, da eine Kollegin der Wohngruppe mit Ende November 2014 das Europahaus verlässt.

Das 5 Mädl – Projekt hat Freitagnachmittag gestartet. Als die Kinder von der Schule kamen, war der Caddy bereits fertig gepackt. Manche konnten noch ihre HÜ erledigen bevor wir fuhren und dann ging es auch schon los zur Hohen Wand – Anton Proksch-Hütte.

Am Weg überlegten die Kinder was sie gerne kochen würden, und welche Zutaten wir dafür brauchten. Diese wurden dann anschließend gleich gekauft – die Kinder kauften ein und wir begleiteten sie. Es tat ihnen gut selbst die Verantwortung übernehmen zu dürfen – und zu können. Auf der Hohen Wand erkundeten wir unsere Hütte und fuhren nochmals in den Ort, da wir noch Holz fürs Feuer besorgen mussten.

Danach konnten wir dann richtig gut ankommen. Wir haben gemeinsam gekocht und noch einen gemütlichen Abend verbracht.

Den Morgen begannen wir mit einem tollen Frühstück bei welchem alle toll mithalfen und auch gute Gespräche stattfinden konnten. Die Gruppe war nun zu einem richtigen Team geworden.

Den Samstag haben wir mit Wandern und Vertrauensübungen gestaltet. Es war eine angenehme Wanderung, bei welcher die Kinder uns den Weg zeigten. Die Stimmung war entspannt und wir haben die Natur in vollen Zügen genossen. Nachdem wir wieder bei unserer Hütte angekommen waren, rasteten wir uns ein wenig aus, bereiteten eine gute Gemüsesuppe vor und haben ein schönes Lagerfeuer entfachtet.

Dort genossen wir das Knistern des Feuers, sangen Lieder, spielten mit den Gitarren und haben uns am Lagerfeuer erfreut.

Offene Kommunikation war für uns ein wichtiges Thema und so redeten wir viel darüber wie es uns ging und beim Lagerfeuer hatte jeder die Aufgabe, jedem Teilnehmer des Projektes zu sagen, was er an dieser Person gut fände. Dies hat der Gruppe sehr gut getan und es war eine wichtige Übung aus der sich jeder viel mitnehmen konnte. Bei der auch viele Emotionen ausgedrückt wurden und mit denen alle gut umgehen konnten und so waren wir uns alle gegenseitig eine große Stütze.

Nachdem wir die Gemüsesuppe, Maroni und Bratkartoffel verschmaust hatten, gingen alle duschen und schmissen sich in die Pyjama und dann ging es auf zu den Spielen. „Mehl schneiden“ „Schokolade schneiden“, Kartenspiele und gruselige Rätsel machten uns dann noch so müde dass wir alle erschöpft ins Bett fielen, indem wir noch eine Fantasiereise genossen, die uns schöne Träume bescherte.

Sonntagmorgen stärkten wir uns wieder mit einem tollen Frühstück (Pfannkuchen, Ananas, Weintrauben, Granatapfel, und vieles mehr). Danach wurde fertig gepackt und grob sauber gemacht bevor wir uns aufmachten den Skywalk zu bewältigen.

Auf dem Weg konnten wir noch einem Drachenflieger beim Starten zusehen und der Himmel war voller Paragleiter. Ein toller Eindruck – die Kinder fotografierten alle mit Begeisterung. Der Skywalk, forderte schon etwas Mut aber wir gingen alle rauf und danach kochten wir uns in der Hütte noch ein gutes Mittagessen bevor wir noch alles fertig putzten. Am Heimweg machten wir auf einer Tankstelle eine kurze Rast und machten dort den gordischen Knoten.

Zurück in der WG machten wir noch eine kurze Nachbesprechung und als Erinnerung wurde in den nächsten Wochen noch gemeinsam ein Album mit vielen Fotos angelegt.
Skywalk Hohe Wand in die Tiefe - 2 Füße ??????????????????????????????? ??????????????????????????????? 2 Rehe im Nebel Herbstlicher Wanderweg drei Wanderer - Weg in herbstlicher Stimmung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freundschaft – und was alles dazu gehört…..

 

 

Wie es manchmal so ist, verändern sich im Laufe der Projektvorbereitung die Dinge. Und kurzfristig mussten wir die Teilnehmerinnen „neu“ zusammenwürfeln.

 

In einer „neuen“ Zusammensetzung fuhren wie an eienm Montag im August 2014 in der Früh in Richtung Ottensteiner Stausee. Die Wettervorhersage für die Tage war viel Regen und Gewitter. Wir kamen zu Mittag am See an und nützten sofort die regenfreie Zeit zum Kanu fahren. Für einige Kinder ist das Kanu fahren eine enorme Herausforderung. Das aufrechte Sitzen, die Paddeltechnik, der Wind, das alles sind Dinge, die nicht einfach zu händeln sind. Doch mit immer wieder vielen Entspannungsmomenten dazwischen, paddelten wir genüsslich am See herum. Doch nach einer Stunde fing es zum Regnen an und trotz wetterfester Kleidung beschlossen wir wieder an Land zu gehen. Wir stärkten uns mit einer heißen Schoko und beschlossen in der Jugendherberge einzuchecken. Das Motto des Projekts war „Freundschaften pflegen und Spiele spielen“.

Die Gruppe ist auch im Alltag in der gleichen Wg, sie kennen sich untereinander schon sehr gut und es gibt auch häufig Streit. Daher wollten wir so viele Gemeinsamkeiten und fröhliche Momente wie möglich schaffen. Deshalb überlegen wir uns ganz viele Spiele, die sie gerne gemeinsam spielten. Den Nachmittag verbrachten wir damit dies zu tun und hatten viel Spaß daran. Gegen Abend hörte es wieder zum Regnen auf und wir beschlossen wieder zum See zu fahren um dort ein Feuer zu entfachen und unser Abendessen zu kochen. Wir hatten auch Glück mit dem Wetter und konnten in Ruhe und im Trockenen unser leckeres Abendessen verspeisen. Gegen Abend waren die meisten schon sehr müde und vor dem Schlafengehen suchten wir noch einen schönen Platz in der Natur und machten akrobatische Übungen und tanzten zu unserer mitgebrachten Musik. Es war eine total schöne Stimmung, alle waren sehr ausgelassen und fröhlich und bewegten sich zum Rhythmus der Musik.

 

 

 

Würsterl und Zuccini am Griller

4 Kinder am Ufer eines Sees - im Hintergrund Schwäne

4 Kinder in der Wiese

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der nächste Tag war von Spiele spielen gekennzeichnet. Ballspiele, Laufspiele, Vertrauensspiele und viele mehr, wurden gemeinsam gespielt und die Kinder genossen die gemeinsame Zeit sichtlich. Das Wetter war an dem Tag bestimmt eine Herausforderung, da es kontinuierlich durchregnete, jedoch gab es auch immer wieder kurze trockene Phasen. Gegen Abend waren wir dann alle schon sehr nass, jedoch auch total ausgepowert, fröhlich und müde vom Spielen.

 

Der letzte Projekttag wurde „indoor“ verbracht, wo wir gemeinsam die Fotos ausdruckten und ein Spielebuch gestalteten. Wir schrieben alle Spiele auf, die wir gemeinsam die Tage zuvor gespielt hatten und klebten die dazugehörigen Fotos dazu. Die Idee ist, dass die Kinder dieses Buch immer wieder erweitern können, falls ihnen neue Spiele einfallen. Auch können sie sich Ideen holen, wenn ihnen einmal langweilig sein sollte und sie gerade nicht wissen, was sie tun sollen. Wir beschäftigten uns auch mit dem Thema Freundschaft, was die Tage durchgehend Thema war und gestalteten ein Plakat mit den Fragen: „Was macht einen guten Freund aus? Bin ich ein guter Freund? Was erwarte ich mir von einem guten Freund?“ Von den Kindern kamen viele interessante Dinge wie: „zuhören können, für mich da sein, wenn ich traurig bin, Spaß haben, Geheimnisse für sich behalten können, nicht hinter den Rücken über einen reden, gemeinsam auf Urlaub fahren, mit ihm lachen können, Spaß haben, gemeinsam Spiele spielen und vieles mehr“ Es entstand ein wunderschönes Plakat, welches wir in der Wg aufhängten.

 

Im Anschluss sprachen wir noch über das Projekt, wie es den Kindern gegangen ist, wie sie die Gruppe erlebt haben und jeder durfte drei Punkte nennen, die ihn an einer Freundschaft am Wichtigsten ist. Es war ein sehr berührender und schöner Moment und die Kinder wirkten gegen Ende richtig ausgeglichen.

 

 

Erreichte Ziele:

  • Sich Spiele überlegen, die man gerne spielt und diese spielen
  • Ein „Spielebuch“ für die liebsten und schönsten Spiele gestalten
  • Sich dem Thema „Freundschaft“ widmen: Was macht eine gute Freundschaft aus? Bin ich ein guter Freund? Wozu braucht man Freunde? etc.
  • Vertrauensübungen
  • Sich in der Natur wohl fühlen – „Zu Hause sein“
  • Gesprächsführungs- sowie Feedbackrunden/wertschätzende Kommunikation üben
  • Kochen auf offenem Feuer – Verantwortung für Gruppe übernehme

 

 

YOGA, gesunde Ernährung, Musik und in der Natur sein

 

Es gibt einige Kinder im Europahaus, die sich schon seit geraumer Zeit für Yoga interessieren. Außerdem klagen manche Jugendliche oftmals über Rückenschmerzen und sie wissen nicht, was sie dagegen tun können. Dies veranlasste uns ein Projekt in Angriff zu nehmen, wo Kinder in leichte Yogaübungen reinspüren konnten um sich dann ihr spezielles, persönliches Übungsprogramm für den Alltag zusammenzustellen konnten.

Da für Yoga auch die Rahmenbedingen, wie „was esse ich“, „wie entspanne ich mich“, etc. sehr zentral sind, haben wir uns auch diesen Themen gewidmet und gemeinsam mit den Jugendlichen einen Essensplan zusammengestellt, der nur aus vegetarischer Kost bestand. Auch wurde in den drei Tagen nicht genascht.

Erstaunlicherweise war das kein Problem für die Kids, sie waren sehr interessiert und begeistert dabei. Um sich immer wieder in die ruhigen Sequenzen des Yogas und der Entspannung gut einlassen zu können, haben wir in der restlichen Zeit viel in der Natur und in der Bewegung verbracht. Wir waren mit Pferden auf einer kleinen Wanderung, haben sie mit „Body-Painting“ am Hof bemalt, auf der Koppel das Führen der Pferde geübt oder waren uns im Naturteich abkühlen.

 

 

 

 

 

Pferd mit bemalten Rücken (Sonne)

2 Kinder reiten auf Pferden in einer Koppel - ein Kind wird geführt

Pferd wird von einem Kind bemalt

Pferd - Kind bei einem Holzstoß

Pferd mit Kind auf der Wiese

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Yogaeinheiten fanden jeden Tag für ca. 45 Minuten statt. Dabei erlernten die Kinder/Jugendlichen jeweils einen Mix aus Aufwärm-, Atem- und Entspannungsübungen sowie den Sonnengruß und verschiedene „Asanas“ (Positionen) im Stehen, Sitzen und Liegen. Bei der Erstellung des Konzepts orientierten wir uns an einem Buch, das speziell Kindern Yoga näher bringen möchte. So haben alle Asanas bestimmte Namen, die oft aus dem Tierreich stammen (z.B. Hund, Katze, Schmetterling) oder Kindern aus ihrem Alltag vertraut sind (z.B. Tisch, Tänzer, Kerze). Nachdem die Kinder jeweils 3-4 Positionen erlernt hatten, durfte immer ein Kind eine Position wiederholen, mit dem Ziel, dass sie sich die Übungen besser merken und Selbstvertrauen aufbauen konnten. Am Ende jeder Einheit fand eine Entspannung statt, die entweder musikalisch auf einer „Ngoni“ (afrikanisches Zupfinstrument), mit einer Phantasiegeschichte oder einer Klangschalenmassage begleitet wurde.

Die erste Einheit fand am Ankunftstag vor dem Abendessen statt, an den darauffolgenden Tagen in der Früh gleich nach dem Aufstehen. Yoga praktiziert sich am besten am Morgen und es gelingt viel besser, wenn der Magen leer ist.

 

 

 

Yoga

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reise ins Zauberland

 

 

Mitte Juli brachen 4 Kinder und 2 Pädagoginnen zur Reise ins Zauberland auf. Anhand einer Karte konnten die Kinder den Weg selbst finden und so führte unsere Reise durch den schattigen Wald, vorbei an Häusern, über grüne Wiesen und an Seen vorbei – hin zu E.motion, die uns dankenswerter Weise ermöglicht haben, eine magisch-abenteuerreiche Nacht am Standort im Otto-Wagner-Spital zu verbringen. Die Magie war geplant – das Abenteuer kam dann ganz von selbst 😉 doch mehr dazu später…

Nach einer langen Wanderung bei großer Hitze kamen wir müde bei Emotion an. Aufgeregt wurde alles erkundet, nachdem wir unsere 3 Lamas versorgt hatten. Wir bestellten Pizza um unsere hungrigen Mägen zu füllen und dann startete der Abend mit Magie und Zauberei. Unser Kollege, der uns vor Ort unterstützte, zeigte den Kindern Kartentricks und die Kinder versuchten aufgeregt und eifrig die Zauberei zu entlarven.
Anschließend gestalteten wir einen Keilrahmen als Dankeschön für die Gastfreundschaft von Emotion und die Kinder tobten sich in der Halle aus, bevor wir unser Nachtlager aufschlugen. Bei der Abendrunde entdeckten wir, dass ein Fuchs um das Lamagehege schlich und Sorge kam auf, dass den Lamas etwas passieren könnte. Da aber Gargamel, Speedy und Gonzales entspannt in ihrem Gehege lagen und sich von der Wanderung erholten, gingen wir beruhigt schlafen – nichtwissend, dass der Fuchs noch für Abenteuer sorgen würde.

 

 

 

2 Lamas und 3 Kinder in der Wiese 3 Lamas stehen in der Wiese 2 Kinder sitzen dabei Lama wird von 2 Kindern geführt Lama wird von einem Kind durch den Wald geführt Kind mit Lama im Wald Frau und Kind mit zwei Lamas

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kinder tuschelten noch eine Weile aufgeregt, bevor sie die Müdigkeit überkam und sie in den Schlaf fielen. Die Nacht bescherte den Kindern einige furchterregende Geräusche, da starker Wind einige Objekte in Bewegung versetzte. Doch irgendwann gewöhnten sie sich daran und schliefen ruhig…

…bis um 4.45 ein Schrei ertönte – der Fuchs, den wir am Vortag bei den Lamas gesehen hatten, hatte mir, als ich noch schlief, ins Ohr gebissen! Fassungslos verjagten wir den Fuchs, der Kollege hielt Wache, damit die Kinder beruhigt weiterschlafen konnten und ich machte mich auf den Weg ins Krankenhaus, wo ich zwecks Tollwutprävention eine Odyssee von 5 Spritzen über mich ergehen lassen musste.

Nach meiner Rückkehr stärkten wir uns gemeinsam mit einem gesunden Frühstück, bevor wir den Heimweg antraten – dieser führte uns bergauf, bergab zum Großen Schutzhaus, wo wir sehr nett aufgenommen wurden und den Lamas eine Wiese bereitgestellt wurde – sodass sich die Lamas als auch Kinder und Pädagoginnen für den letzten Streckenabschnitt stärken konnten. Ein großes Dankeschön an die Betreiber des Großen Schutzhauses für deren Gastfreundschaft!

Den Kindern wie auch Erwachsenen haben die beiden erlebnisreichen Projekttage sehr gut gefallen – trotz unerwartetem Zwischenfall 😉

Herzlichen Dank an Emotion, dass wir unser Lager bei Ihnen aufschlagen und die Räumlichkeiten benutzen konnten!! Die Kinder wären gerne noch länger geblieben 🙂

 

Bericht – Mag. Bettina Winkelmayer

 

Herzliche Willkommen - wünschen Euch eine magische-abenteuerreiche Übernachtung-Team E.motion Kindergruppe mit Lama

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kanufahren – sich vom Wasser tragen lassen, die Wellen am Wasser spüren,

 

 

gegen den Wind ankämpfen, das sind einige der Gründe, warum das Medium Kanu für Jugendliche so gut geeignet und durchaus beliebt ist. Deshalb wir wieder mit einer kleinen Gruppe von Jugendlichen im Juli 2014 zum Ottensteiner Stausee um ein paar Tage in der Natur zu verbringen.

 

Die Vorfreude war groß und die Aufregung ebenso. Wir bauten die Zelte auf und versammelten uns zu einer Lagerbesprechung, wo wir besprachen, wie wir die gemeinsamen Tage verbringen wollen. Jeder war angeregt zu sagen, welche die persönlichen Wünsche sind, was man erleben möchte oder was gar nicht. Wir gestalteten gemeinsam ein Plakat. Auch gaben wir den Kindern einen groben Überblick über die geplanten Tage. Danach passierte etwas Überraschendes für die Kinder. Wir lasen ihnen eine Geschichte von vier Frauen vor, die vor 1000 Jahren versuchten, auf der Ruine gegenüber dem Campingplatz, einen Schatz auszuheben. Leider gelang ihnen dies nicht, weil sie schweigend und zusammen Aufgaben erfüllen mussten und dies nicht ganz schafften. Die Frauen hießen so ähnlich wie unsere Mädchen. Die Mädchen lauschten ganz aufmerksam und errieten schon bald, dass es nun also ihre Aufgabe ist, den Schatz zu suchen, da sie auch vier an der Zahl waren und so ähnlich hießen. Sie bekamen eine Schatzkarte von uns, die ganz viele verschiedene Aufgaben bereit hielten. So mussten sie Geschicklichkeitsparcours durchgehen, Fragen beantworten, Fotos nachstellen, Rechnungen lösen, ein gemeinsames Mandala legen und so weiter. Die Aufregung war groß, als die letzte Aufgaben bekannt gegeben wurde: Sie mussten sich Kanus ausborgen und zur Ruine paddeln, denn jetzt waren sie bereit den Schatz dort zu suchen. Alle waren ganz gespannt, was nun auf sie zukam. Sie zogen ihre Schwimmwesten an und paddelten so schnell sie konnten. Dort angekommen suchten sie den Schatz und fanden ihn mit großer Begeisterung.

 

Der Abend gestaltete sich mit Feuer machen und kochen auf offenem Feuer. Für manche Kinder war das eine ganz neue und aufregende Erfahrung. Wir grillten als Nachspeise Bananen mit Schokostücken in der Glut. Müde und satt gegessen kuschelten wir uns in unsere Schlafsäcke und schliefen friedlich ein.

 

Der nächste Tag war durch morgendliche Regenschauer gekennzeichnet. Doch schon bald hörte der Regen auf und wir begaben uns aufs Wasser um mit den Kanus unterwegs zu sein. Eine der Jugendlichen wollte ganz alleine ein Kajak ausprobieren und ihr gefiel diese Art des Paddelns sehr gut. Nach einiger Zeit und schon ein bisschen an die körperlichen Grenzen gehend, machten wir eine Pause.

Wir suchten Beeren im Wald und erholten uns. Dann bekam jeder vier Kärtchen wo verschiedene Sachen drauf standen: „Entdecke etwas sehr Zartes“, „Entdecke etwas Geheimnissvolles“, Entdecke etwas Altes“ und „Entdecke etwas, dass dich an dich selbst errinnert“. Jeder suchte für sich die Dinge, die zu ihm passten. Danach setzten wir uns im Kreis zusammen und jeder erzählte was gefunden wurde. So erfuhren wir von jedem etwas Persönliches und Spezielles. Wir gestalteten daraus ein gemeinsames Mandala.

 

Danach war Schwimmen angesagt und alle tollten im Wasser herum. Nach einer Stärkung begannen wir mit ein paar gruppendynamischen Spielen auf der Wiese. Im Anschluss bereitete ich einen „blinden Parcour durch den Wald“ vor. Ich spannte ein langes Seil über eine 5Meter lange Strecke quer durch den Wald und die Kinder mussten einzeln, blind und barfuss, diesen Weg zurücklegen. Er endete direkt am Wasser an einem kleinen Strand mit Blick auf die Ruine. Es geht hierbei um eine bewusste Wahrnehmung, Konzentration auf die übrigen Sinne um den Wald bewusst wahrnehmen. Wie fühlt sich der Boden an, weich, stachelig? Wie ist die Rinde des Baumes? Wie geht es mir und was spüre ich, wenn ich nicht meine Augen verwende? etc.

 

Am Abend erzählten wir uns Geschichten am Lagerfeuer und kochten wieder gemeinsam ein köstliches Abendessen. Müde gingen wir alle in die Zelte schlafen.

 

Nach dem Frühstück drehten wir noch eine Runde mit den Kanus am Wasser. An Land zurück sagte jeder was ihm besonders gut an den Tagen gefallen hat und was man sich im Herzen mitnimmt. Bestärkt wurde dies durch ein Symbol, dass jeder in der Natur für sich suchte. Müde, aber gestärkt und zufrieden fuhren wir wieder nach Wien zurück.

 

 

 

 

 

Paddelboot mit einer Person am See Paddelboot mit einer Person am See Paddelboot mit einer Person am See See mit Gewitterwolken im HIntergrund Kochen am Lagerfeuer Mädchen mit verbunden Augen im Wald - Geschicklichkeitsparcour Mädchen mit verbunden Augen im Wald - Geschicklichkeitsparcour Mädchen mit verbunden Augen im Wald - Geschicklichkeitsparcour Mädchen in einem Kanu am See

Sechs Fäuste im Zentrum des Bildes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erreichte Ziele:

  • Sich in der Natur wohl fühlen – „Zu Hause sein“

  • Kanutechniken kennen lernen, mit dem Strom/gegen den Strom paddeln

  • SCHATZSUCHE

  • Neues ausprobieren

  • Arbeit mit Naturmaterialien

  • Geschichten, Phantasiereisen kennen lernen

  • Gesprächsführungs- sowie Feedbackrunden/wertschätzende Kommunikation üben

  • Kochen auf offenem Feuer – Verantwortung für Gruppe übernehmen

 

 

 

 

 

 

Bauernhof – wir waren wieder da 🙂

 

Am Freitag, 20.06.2014 fuhren vier Burschen mit Sammy (Hund einer Kollegin) sowie den Sozialpädagoginnen auf einen Kurzurlaub am Bauernhof in Niederösterreich. Wir waren bereits auf diesem Bauernhof und freuten uns auf einen weiteren Aufenthalt.

 

Wir kamen am Freitag gegen 13 Uhr an und bezogen unser Quartier. Die Jungs hatten ein Vier-Bett-Zimmer gemeinsam, uns stand aber auch ein großer Aufenthaltsraum mit Küche zur Verfügung. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, machten wir einen ersten Rundgang durch den Bauernhof. Kurz nach dem ersten Erkundungstrip am Bauernhof lud uns Hr. Schierhuber auf eine kleine Traktorrundfahrt ein. Die Kinder waren begeistert, und jeweils 2 durften auch vorne beim Bauern sitzen. Während der Rundfahrt kamen wir auch beim Badeteich vorbei – für den Abend war ein großes Sonnwendfeuer beim Teich angekündigt und so entschieden wir, dass wir uns am Abend dieses Feuer ansehen werden.

 

Nach der Rückkehr am Bauernhof suchten wir uns 2 Tiere (ein Pony, eine Ziege) aus und machten mit ihnen und den Kindern einen kurzen Spaziergang. Dabei durfte jedes Kind mal ein Tier führen, zwei unserer Burschen ritten auch auf dem Pony.

 

 

Am späteren Nachmittag fuhren wir für das Abendessen einkaufen. Wir entschieden uns zu grillen, was den Kindern natürlich gefiel. Die Kinder hatten währenddessen einen Riesenspaß im Stall.

Am Abend grillten wir und genossen die Zeit im Freien. Zur gleichen Zeit war auch eine andere Gruppe am Bauernhof, auch diese hatten einige Kinder mit. Gegen 21:45 Uhr gingen wir noch zu dem Sonnwendfeuer, und wollten das angekündigte Feuerwerk sehen. Leider haben wir das nicht mehr vor Ort erlebt, da die Kinder ziemlich rasch müde wurden und wir so kurz nach der Ankunft wieder zurück zum Bauernhof marschierten.

 

 

 

 

Kinder beim Wandern durch den Wald

Wanderung durch den Wald

Regenbogen im Vordergrund eine Wiese

Traktor mit Anhänger vor der Ausfahrt

Traktor mit Anhänger vor der Ausfahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag schliefen sich die Kinder mal richtig aus. Nach dem kräftigen Frühstück vereinbarten wir, dass wir gleich am Vormittag die große Traktorfahrt machen wollen. Diesmal fuhren wir mit einem richtigen Anhänger und die Rundfahrt dauert fast 1,5 h. Wir kamen gegen Mittag zurück am Bauernhof und machten uns am Nachmittag auf den Weg zum Bärenwald, wo u.a. ehemalige Zirkusbären einen ruhigen Platz gefunden haben. Dort gab es auch einen kleinen Abenteuerspielplatz, auf dem sich die Kinder nach der Tour durch das Bärengelände austoben konnten.

 

Am Abend gab es dann selbstgemachte Pizza.

 

Am letzten Tag fuhren wir gleich nach dem Frühstück los um noch einen Ausflug zur Burg Rapottenstein zu machen. Die Führung durch die Burg machte den Jungs große Freude, sie durften auch schwere Schwerter halten und den größten Spaß hatten sie am Plumpsklo und im Verlies.

 

 

 

Burg dahinter Wald

Burg dahinter Wald

Bär im Wald

Bär im Wald

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dieser spannenden Führung ging es dann zum abschließenden Höhepunkt unseres Kurzurlaubes – ein gemeinsames Mittagessen im Kinderparadies zur Minidampfbahn. Das ist ein Restaurant mit großer Kinderanimation (div. Fahrzeuge, Streichelzoo, Hüpfburg usw.). Dort konnten sich die Kinder noch einmal kräftig austoben ehe wir wieder in Richtung Europahaus fuhren.

 

Hinweisschild zum Bauernhof der Fam. Schierhuber

 

 

Den Kindern gefiel das Wochenende sehr gut, auch die Umgebung des Bauernhofs war eine willkommene Abwechslung zum Alltag in der Wohngruppe. Familie Schierhuber hat uns sehr tatkräftig unterstützt, und trug entscheidend dazu bei, dass wir uns alle sehr wohl gefühlt haben am Bauernhof in Niederösterreich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ski-Projekt 29.11.2013 – 01.12.2013

 

An einem Freitag im letzten November  starteten Kinder der Wohngruppe 3 sowie 2 Pädagoginnen in Richtung Steiermark/Schladming. Wir wollten ein winterliches Wochenende genießen.

Die Kinder waren sehr euphorisch – sie freuten sich auf die kommenden Tage, freuten sich ein Wochenende dem Wohngruppenalltag und dem Stadt-Leben entfliehen zu können und  auf die Zeit, die unsere Pädagoginnen an diesem Wochenende für sie hatten.

Es war deutlich zu spüren, sobald wir im Auto die Reise angetreten haben, waren die Jugendlichen ausgelassener und entspannter.

 

Nach einer 3,5h Fahrt war unser erstes Ziel die Liftstation bei welcher wir unsere Skikarten und Ausrüstung für den nächsten Tag abholen mussten. Da wir die Tageskarten von Frau Trinker (Reiteralm Bergbahnen) zur Verfügung gestellt bekamen, bedankten wir uns anhand eines selbstgestalteten Bildes und eines Europahaus-Kalenders bei ihr.

 

Nachdem wir unsere Ausrüstung bzw. Karten erledigt haben, nahmen wir Kurs in Richtung Unterkunft.  Unsere Unterkunft  lag direkt auf der Skipiste bei der Mittelstation und wir waren alle begeistert von der schönen Hütte und dem unglaublichen Blick auf die Berge.

Die Abendgestaltung verbrachten wir mit Erkundung der Umgebung, beziehen der Zimmer und gemeinsamen gestalten des Abendessens. Hier brachten sich zwei Burschen ohne viel Aufforderung und total selbstverständlich ins Geschehen ein, es gab keine Diskussionen darüber wer was macht. Wir bereiteten einen Braten mit Kartoffelpüree und Salat zu. Beim gemeinsamen Essen war es sehr harmonisch, wir lachten viel und alle freuten sich schon auf den nächsten Tag auf der Piste. Nach dem Essen ließen wir den Abend mit einem gemeinsamen Aktivity-Abend ausklingen und hatten einen riesen Spaß miteinander. Der ganze Abend gab ihnen ein Stück Geborgenheit, es war ein sehr familiäres Gefühl.

 

Am nächsten Tag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück direkt auf die Piste. Eingangstüre auf – Ski anschnallen – und ab auf die Piste. In der ersten Tageshälfte klärten wir das Können der Schifahrerinnen, machten Übungen, um die „Technik“ zu verbessern. In der zweiten Tageshälfte gab es einerseits eine Aufgabe für die Jungs zu erfüllen und andererseits ein Einzelsetting mit dem jeweiligen Bezugsbetreuer um die vergangenen Stunden Revue passieren zu lassen und sich auszutauschen. Nach einer Stärkung in einer Ski-Hütte begannen wir mit dem Einzelsetting. Die letzte Fahrt auf der Piste genossen wir noch mit unseren Bezugskindern, führten persönliche Gespräche und ließen den schönen Tag Revue passieren. Anschließend trafen wir uns alle wieder in unserer Hütte.

Am Abend fuhren wir nach Schladming um gemeinsam Abendessen zu gehen. Wir spazierten durch die kleine Innenstadt stärkten uns in einer Pizzeria. Den restlichen Abend ließen wir gemütlich in unserer Hütte ausklingen.

 

Nachdem wir am Sonntag gefrühstückt und unsere Sachen gepackt haben, führten wir in der Natur ein Feedback-Gespräch über das ganze Wochenende – die gelungenen und eher nicht so gelungenen Punkte, gegenseitige Verbesserungsvorschläge usw. Wir konnten dann alle über die Dinge lachen, die vielleicht nicht so gut funktioniert haben, uns aber an den tollen und schönen Momenten erfreuen die wir an diesem gemeinsamen Wochenende hatten.

Danach traten wir die Heimreise an und sprachen darüber, dass eine Fortsetzung dieses Projekts ein großer Wunsch von allen Beteiligten wäre.

 

Schifahren Nov 13 (4) Schifahren Nov 13 (3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kanuprojekte Sommer 2013

 

 

Nummer 1 ….mit unseren jüngeren Kindern – August 2013

 

Diesem Projekt könnte man im Nachhinein den Titel geben: “Alles Neu”. Denn Vieles war für die Kinder in den drei Tagen sehr neu und brauchte den Rahmen, um all dieses verarbeiten zu können. Leider gab es am ersten Tag ein Gewitter am Ottensteiner Stausee und da die meisten Kinder noch nie in einem Zelt geschlafen hatten, beschloss ich die erste Nacht „indoor“ zu verbringen. Trotzdem spielte sich natürlich nicht alles drinnen ab. Als wir ankamen, stellten wir unsere Sachen ins Trockene und beschlossen, mit Regenjacken gerüstet, raus in den strömenden Regen zu gehen. Ich sagte den Kindern, dass sie sich mal „so richtig nass“ machen dürfen. Da viele Kinder das nicht wirklich kennen bzw. ihnen immer wieder gesagt werden, schau dass du nicht dreckig oder nass wirst etc., war anfangs eine große Zurückhaltung spürbar. Doch wir ermutigten die Kinder, indem wir ihnen sagten, dass wir nachher alle Sachen aufhängen und trocknen können. Wir machten es ihnen vor, sprangen in Lacken, rollten in der nassen Wiese herum, legten uns ins nasse Gras und spürten den Regen in unserem Gesicht. Es war herrlich, nach einiger Zeit, tollten wir alle im strömenden Regen lachend herum. Abschließend spielten wir Räuber und Gendarm und freuten uns dann über eine heiße Dusche und trockenes Gewand. Ach, das Leben, kann so einfach, schön und erfrischend sein.


 

Am nächsten Tag bauten wir unser Zeltlager am Ottensteiner Stausee auf. Nachdem wir unser Nachtlager errichtet hatten, wagten wir uns auf den See. Mit drei Kanus gewappnet, paddelten wir über den Stausee. Wir steuerten auf eine Ruine zu und legten dort an. Dominik und ich erzählten eine erfundene Geschichte von einem König, der dort früher gelebt habe und ganz viele Süßigkeiten an seine Leute verteilte. Wir meinten, dass wir das Gerücht gehört haben, es soll angeblich noch irgendwo Süßigkeiten versteckt bei der Ruine geben. Die Kinder sprangen aus den Booten und rannten auf der Halbinsel herum und suchten nach Naschereien. Wir hatten natürlich etwas dabei und versteckten diese auf der Ruine für sie. Nach einiger Zeit fanden die Kinder diese und wir bauten die Geschichte mit dem König immer mehr und mehr aus. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei.


 

Nach dem abenteuerlichen Erforschen der Ruine und dem Zurückpaddeln zu unserem Zeltlager, war es an der Zeit auf Holzsuche zu geben, damit wir ein Feuer entfachen konnten. Der Abend war herrlich, wir hatten ein schönes, wärmendes Feuer, grillten Würstel und Kartoffel, als Nachspeise gab es warme Schokobananen. Nach dem Essen spielten die Kinder noch Fangen und tollten in der Wiese herum. Dann war es Zeit schlafen zu gehen, wir sprachen noch mit den Kindern über das Schlafen im Zelt, da es ja für die Meisten eine neue Erfahrung darstellte. Alle schliefen die Nacht sehr gut und tief, nur ein Mädchen wachte einmal auf und hatte Angst, doch auch sie konnte gut beruhigt werden. Sie äußerte es sehr klar: „ Ich hab einfach Angst, da ich das nicht kenne und es so ungewohnt ist für mich“. Wir sprachen nachher noch viel darüber.


 

Am nächsten Tag machten wir noch eine längere Kanutour, wobei wir verstärkt auf die Natur achteten. Wir probierten verschiedene Paddeltechniken aus, paddelten einmal in Stille und lauschten den Geräuschen in der Natur. Wir ließen uns am Wasser einfach nur treiben und versuchten einmal so schnell wie möglich zu paddeln. Es war ein herrlicher Abschluss. Auf der Heimfahrt schliefen alle Kinder im Bus ein, was immer ein gutes Zeichen ist, da viel erlebt wurde und eine angenehme, natürliche Müdigkeit eintritt.

 

Erreichte Ziele:

  • Sich in der Natur wohl fühlen
  • Neues ausprobieren
  • Arbeit mit Naturmaterialien und Naturphänomenen
  • (Natur) spiele
  • Im Zelt schlafen – Zelt auf- und abbauen
  • Kanu fahren, die Paddeltechnik kennenlernen und erlernen – vorwärtspaddeln, rückwärtspaddeln, steuern, etc.
  • Zeit zum Austoben – freies spielen
  • Kochen auf offenem Feuer – Verantwortung für Gruppe übernehmen

 

 

Nummer 2 ……. mit unseren Jugendlichen im Juli 2013

 

– ein besonderes Projekt mit einer sehr kleinen Gruppe von Jugendlichen, wo ganz spezifisch an den persönlichen Themen gearbeitet werden konnte.

 

Vor allem das Medium Kanu eignet sich besonders gut, da persönliche Stärken und vielleicht Schwächen sichtbar werden, und reflektiert werden können. Bei der ältesten Teilnehmerin zeigte sich sehr stark ihre Persönlichkeit bzw. ihre Selbstständigkeit. Sie wollte unbedingt alleine in einem Kanu paddeln. Dass dies eine enorme Herausforderung darstellt, war ihr gar nicht so bewusst. Doch sie hielt anfangs durch, lies sich dann zwischendurch doch auf mein Angebot ein, dass wir unsere Kanus zusammenbinden und sie ließ sich eine Zeit lang „abschleppen“ und konnte dadurch durchatmen und sich ausruhen. Sie selbst erzählte am Abend, dass es sehr anstrengend gewesen sei. Am nächsten Tag wollte sie dann mit Madeleine paddelten, genoss dieses Zweisein im Kanu sehr und war richtig ausgelassen. Es war eine wichtige Erfahrung, dass sie ihre Grenzen ausloten konnte bzw. zu erfahren und zu erkennen, was ihr gut tut und dies auch zu verbalisieren. Vor allem ist es wichtig, dies nicht als Schwäche zu sehen, sondern dass es um verschiedene Bedürfnisse geht und dem Gefühl nicht alles alleine schaffen zu müssen!

 

 

 

Auch die anderen hatten ganz individuelle Erfahrungen mit dem Medium Kanu. Ein weiterer Teilnehmer zum Beispiel, wollte am zweiten Tag nicht mehr paddeln und stieg auf ein Tretboot um. So suchte er auch immer seine eigenen Wege und erforschte einsame Buchten auf seine Weise. Es gab viel Zeit und Möglichkeiten für das Individuelle und dann wieder viel Raum für Gemeinsames. Am Abend saßen wir lange vor dem Feuer zusammen, kochten und erzählten uns Geschichten. Es wurde viel gelacht.

 

Während dem Kanu fahren, legten wir auch immer wieder an Buchten an. Bei einer speziellen Stelle wollten wir mit den Jugendlichen die Gegend erkunden. Wir begaben uns auf Erkundungstour und fanden tolle Felsen, wo man gut ins Wasser springen konnte. Unsere Lust dieses auch zu tun wurde immer größer. Wir setzten uns wieder ins Kanu und erforschten das Gewässer unter den Felsen. Als wir sicherstellten, dass alles sicher war, das Wasser tief genug sei, stellten wir uns der Herausforderung. Doch wir hatten große Angst. Fast 20 Minuten stand einer der Teilnehmer alleine auf dem Felsen, immer wieder mit der Überlegung, sollte er springen, oder doch nicht??

Er hatte große Angst, doch seine Lust war größer. Er sprang schließ endlich. Ich tat es ihm nach. Doch auch ich, musste mich überwinden und meine Ängste besiegen. Nachher sprachen wir über diese Angst. Es gab immer wieder kurz vor dem Sprung einen Gedanken, der sagte tus nicht, die Angst, auch wenn die Lust so groß war, war immer da. Doch die Frage ist, wie besiegt man diese Angst. In diesem Fall war es so, dass wir uns versicherten, dass keine „wirkliche“ Gefahr da war und wir es dann einfach gemacht haben. Wir begannen über die Ängste im Alltag zu sprechen, dass es auch da wichtig ist, sich immer wieder zu versichern, dass es keine „realen Monster, Geister“ gibt und dann über seinen Schatten zu springen. Die Angst sitzt tief, doch man kann sie manchmal durch einen Sprung drüber gut besiegen.

 

Nach vielen wunderschönen Stunden, wo wir viel gelacht, gekämpft, gehadert, geplaudert, gescherzt haben, fuhren wir gestärkt wieder zurück nach Wien.

 

Ein besonderer Dank gilt den Sozilapädagoginnen Monika Els und Mag Madeleine Nigm und Sozialpädagoge Dominik Spendier i.A. für die Durchführung der Projekte. Ein ganz besonderer Dank gilt Monika Els, die immer wieder ganz tolle erlebnispädagogische Projeke für die Kinder und Jugendlichen, die im Europahaus des Kindes leben konzipiert und durchführt. Möglich gemacht durch Sponsoren und vielen Spender und Spenderinnen – ALLEN dafür ein GROßES DANKE!

 

Text beide Kanuprojekte: Monika Els


 

Städteprojekt Eisenstadt – Juli 2013

 

Am Freitag 26.7.13 war es endlich soweit – auch wenn die Temperaturanzeige beharrlich immer weiter raufkletterte machten wir uns am Vormittag auf den Weg ins Burgenland. Bereits am Tag davor haben unsere vier Mädchen ihre Sachen gepackt und waren schon voller Vorfreude auf drei heiße Tage in Eisenstadt.


Kaum waren wir im wunderschönen Örtchen St. Margarethen angekommen bezogen wir mittags unsere Unterkunft und stärkten uns um gleich danach den ortseigenen Naturbadeteich aufzusuchen. Dort kühlten wir uns bei über 30° Grad ab und konnten anschließend mit kühlen Kopf die nächsten Tage besprechen: im Mittelpunkt stand natürlich die Besichtigung von Eisenstadt mit der dazugehörigen Städterallye.

 

 

Abends ging es dann schon los – unser erster Besuch in Eisenstadt. Nachdem wir uns in Gruppen aufgeteilt hatten und der Treffpunkt ausgemacht wurde startete das Städtequiz Teil 1. Dabei erkundeten wir unter anderem das Schloss Esterhazy, den Schlossgarten und den Hauptplatz von Eisenstadt. Als wir erschöpft von der Sightseeing-Tour uns wieder trafen tauschten wir unsere Erlebnisse aus und fuhren müde zurück in die Unterkunft.

Am nächsten Tag merkten wir bereits in der Früh wie heiß dieser Tag werden wird, jedoch ließen wir uns nicht davon abbringen am Vormittag den Steinbruch in St. Margarethen zu besichtigen – schließlich gehört dieser zum Weltkulturerbe Fertö/Neusiedlersee und ist einer der ältesten und größten Steinbrüche Europas. Dort wurde uns erklärt seit wann dort Steinbruch betrieben wird, wofür dieser Sandstein verwendet wird und welche Geschichten dahinter stecken. Wir entdeckten fossilreiche Meeresablagerungen und staunten darüber, dass mit jenem Sandstein bspw. die Ringstraße und der Stephansdom in Wien erbaut wurden. Ebenso konnte man hier die beeindruckende Freilichtbühne ganz nah betrachten und wir konnten erahnen wie sich „die Bretter, die die Welt bedeuten“ anfühlen.

Als dann mittags die Sonne am Höchsten stand, beschlossen wir uns im Neusiedlersee abzukühlen. Der gesamte Neusiedlersee erstreckte sich vor uns und wir genossen die Landschaft rund um Rust.

 

 

Am Abend begaben wir uns wieder nach Eisenstadt um unsere Rätselrallye Teil 2 abzuschließen. Als es schon dunkel wurde verglichen wir unsere Ergebnisse des Quiz und besuchten zum Abschluss noch die Bergkirche, bei der wir alle Fakten rund um Eisenstadt noch einmal Revue passieren ließen. Wir staunten darüber „wie klein“ Eisenstadt eigentlich war, welche erheblichen Einfluss eine Fürstenfamilie haben kann und lernten viel über eine der bekanntesten Personen von Eisenstadt: Joseph Haydn.

 

Am nächsten Tag waren wir alle geschlaucht von der Temperatur der Nacht, sammelten unsere letzten Kräfte um unsere 7 Sachen wieder einzupacken und fuhren nach Mörbisch. Die letzten Stunden des Sonntags verbrachten wir am Neusiedlersee, bei dem wir an diesem Tag am eigenem Leib erfahren konnten welch wechselhafte Strömungen der Neusiedlersee so in sich birgt. Abends kamen wir müde wieder in die WG zurück, wo sich die Mädels zu aller erst eine kalte Dusche gönnten!

Es waren wunderbare Tage, die wir harmonisch zusammen erlebten und sicher nicht mehr so schnell vergessen wurde. Danke für die Ermöglichung dieses Projekts!

 

 

 

Text Mag. Berghofer und Mag. Feuerhofer

 


 

Pinggau – Projekttage mit Pferden

 

Schon öfter kam der Wunsch jüngerer Kinder, die im Europahaus des Kindes leben, auf, auch einmal auf ein Outdoorprojekt mitzufahren. Da die Erlebnispädagogik im Europahaus dank Sponsoren und Unterstützerinnen ihren Platz hat und Projekte immer wieder stattfinden können, fuhren wir im April mit fünf Kindern im Alter von 7 -10 Jahren nach Pinggau in die schöne Steiermark. Einige von diesen Kindern waren noch nie länger in der Natur, umso aufregender war es für alle Beteiligten. Das Projekt war ein voller Erfolg, die Kinder tobten sich in den Tagen aus, sie lachten, waren glücklich, machten neue Erfahrungen, arbeiteten zusammen, halfen sich gegenseitig, spielten, blödelten miteinander und lernten auch das Wort „Teamwork“ kennen, mit all den Aspekten, die dazugehören!

 

Am Nachmittag des ersten Tages lernten wir Franz Prenner, den Hofbesitzer kennen. Er spürte auch die Aufregung der Kinder und schlug vor gleich mal Pferde reiten zu gehen. Wir sattelten drei Pferde und die Kinder wechselten sich immer wieder ab, während wir Erwachsenen sie führten. Sie stellten sich wirklich sehr geschickt an aber gaben sich auch für ein langsames Annähern die Zeit, die es braucht. Doch schon bald verliebten sich alle Kinder in die Pferde und streichelten und liebkosten sie und fragten immer wieder, „wann reiten wir wieder?“. Während die Pferde am Abend auf der Wiese grasten, machten wir ein Feuer und grillten Würstel mit Erdäpfeln. Danach richteten wir uns das Matratzenlager her und die Kinder bekamen eine Phantasiereise vorgelesen, die Dominik auf der Gitarre als Hintergrundmusik begleitete. Die Kinder schliefen vor lauter Erschöpfung sehr schnell ein.

 

Doch die Nacht war kurz. Um 5:30 Uhr hörten wir die Kinder bereits herumtollen und reden. Sie konnten den Tag kaum erwarten und beschlossen die Nacht so kurz wie möglich zu halten. Um etwas Ruhe in die Gruppe zu bringen, bekamen sie Malfarben und kleine Schachteln, die sie bemalen durften. Diese Schachteln, sollen ihnen dazu dienen, Schätze, die sie in der Natur finden hineinzugeben, damit sie sich später daran erinnern können. Nach dem Frühstück gingen wir in den Wald. Wir begannen mit ein paar gruppendynamischen Spielen auf der Wiese. Im Anschluss bereitete ich einen „blinden Parcour durch den Wald“ vor.

Ich spannte ein langes Seil über eine 5Meter lange Strecke quer durch den Wald und die Kinder mussten einzeln, blind und barfuss, diesen Weg zurücklegen. Es geht hierbei um eine bewusste Wahrnehmung, Konzentration auf die übrigen Sinne um den Wald bewusst wahrnehmen. Wie fühlt sich der Boden an, weich, stachelig? Wie ist die Rinde des Baumes? etc. Danach machten wir auch noch einige Übungen zum Thema „Teamwork“, wo alle Kinder zusammenhelfen mussten, damit die Übung funktioniert. Dies war anfänglich eine große Herausforderung, denn jeder probierte zuerst als „Einzelgänger“, ohne sich abzusprechen die Übung zu meistern. Doch das funktionierte nicht. Wir setzen uns zusammen, überlegten wie es möglich ist, diese Aufgabe zu bewältigen und sie durften es noch ein paar Mal probieren. Nach einiger Zeit, auch Zeit der Frustration, Resignation, gelang es der Gruppe und sie freuten sich sehr. Man merkte auch, wie sich alle Kinder in der Gruppe näher gekommen sind. Im Anschluss gab es Zeit zum freien Spielen am Bach, im Wald und Wiese.

 

Nach einer Mittagsjause, sattelten wir wieder die Pferde und machten den ganzen Nachmittag einen Ausflug durch die Gegend. Die Kinder waren begeistert, durften einmal am Pferd sitzen, dann auch wieder die Pferde führen. Am Abend machten wir gemeinsam ein Feuer und ich zeigte ihnen, wie man auf einem offenen Feuer mit Topf ein Essen zubereiten kann. Ich erklärte ihnen das System des „Dreibeins“, wo man drei Steine zusammenstellt, dazwischen allerdings Platz lässt für eine Glut, damit das Essen im Topf kochen kann. Wir verschmausten Spaghetti mit Bolognese Sauce und im Anschluss gab es klassische Schokobananen, in der Glut zubereitet werden. Danach durfte sich jeder auf einem Steckerl Marshmellows grillen. Der Tag war voller Abenteuer und Aufregung, so gab es vor dem Schlafengehen dazu noch eine passende Phantasiereise um den Tag zu reflektieren und zur Ruhe zu kommen und die Kinder schliefen sofort ein.

 

Nach dem Frühstück am letzten Tag durfte jedes Kind einzeln mit Franz Prenner auf der Koppel mit einem Pferd üben. Es wurde genau erklärt, wie man mit dem Pferd nonverbal kommuniziert, dass es auch auf Gedanken und Stimmungen hört. Dann durfte jeder, der es wollte und sich traute, alleine auf der Koppel das Ausprobieren. Alle waren mit Begeisterung und viel Geschick dabei. Im Anschluss mussten wir uns leider von den Pferden verabschieden und räumten auch unser Matratzenlager auf. Wir packten unsere Sachen, brachten sie ins Auto, doch vorbei war das Projekt noch nicht. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen auf einer Wiese neben einem Bach. Jeder durfte seine selbstbemalte „Schatzkiste“ mitnehmen und sich Schätze aus der Natur suchen. Danach bekam jeder Raum über seine besonderen Erlebnisse der letzten Tage zu berichten. Vorher machten wir uns noch „Rederegeln“ aus, vor allem, das aktives Zuhören bedeutet, den anderen in die Augen zu schauen und Ausreden zu lassen. Auch Dominik und ich hebten hervor, dass uns das Projekt mit ihnen sehr gut gefallen hat und wir hoffen, dass es wieder einmal möglich ist!

 

 

Erreichte Ziele:

  • Sich in der Natur wohl fühlen
  • Neues ausprobieren
  • Arbeit mit Naturmaterialien
  • Geschichten, Phantasiereisen kennen lernen
  • (Natur) spiele
  • Zeit zum Austoben – freies spielen
  • Gesprächsführungs- sowie Feedbackrunden/wertschätzende Kommunikation üben
  • Kochen auf offenem Feuer – Verantwortung für Gruppe übernehmen
  • Pferde reiten

Projektbericht Monika Els

 

 

 

Am Bauernhof – 3 Tage für zwei sehr junge Kinder

 

Im März 2013 fuhren wir mit unseren beiden Jüngsten für 3 Tage auf einen Bauernhof. Ziel dieses Projekts war es, den Kindern neue Erfahrungsräume zu bieten, Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl aufzubauen und zu stärken, Einfühlungsvermögen zu fördern und das Erkennen von komplexen Zusammenhängen zu unterstützen. Besonders wichtig war es für uns daher, mal ganz auf die Bedürfnisse unserer Jüngsten einzugehen, da diese im stressigen WG-Alltag oft zu kurz kommen.

 

Unser gewählter Bauernhof liegt in einem kleinen Ort im Waldviertel und wir waren die einzigen Gäste. Wir bezogen unsere kleine Ferienwohnung und nach dem Auspacken unserer Sachen begleiteten wir den Bauern zum ersten Mal in den Stall. Im Stall waren einige Stiere, Ziegen, ein Esel, ein Pony, zwei Pferde, zwei Schweine und etliche Katzen. Hier hatten die Kinder die Möglichkeit die Natur zu erleben, Kontakt und Vertrautheit zu den Tieren aufzubauen und so auch eine andere Arbeits- und Familiensituation kennenzulernen. Die Kinder streichelten vorsichtig die Tiere, aber auch die Tiere schnupperten an den Kindern. Der eine oder andere Stier versuchte auch die Kinderhände abzuschlecken, was den Kindern sehr gut gefiel.

 

 

Nach dem Stallbesuch lud der Bauer die Kinder zur ersten Traktorfahrt ein. Beide Burschen waren hellauf begeistert und konnten es kaum erwarten, endlich mit dem Traktor zu fahren. Nach einer rund 20 minütigen Rundfahrt durch das Waldviertel kamen die Kids wieder freudestrahlend am Bauernhof an. Danach wurde noch der hofeigene Spielplatz erkundet, wo sich die Kids noch richtig austoben konnten. Aufgrund der winterlichen Bedingungen (ca. 20 cm Neuschnee) wurde natürlich auch eine Schneeballschlacht gemacht.

 

 

 

 

 

Zur Entspannung durften die Kinder dann am Abend noch einen Film schauen, ehe sie ziemlich erschöpft ins Bett gingen.

 

Am nächsten Tag besserte sich das Wetter leider nicht, sondern es schneite den ganzen Tag weiter. Nach dem Frühstück gingen wir wieder in den Stall zu den Tieren. Dort hatten die Kids wieder eine Menge Spaß und sie trauten sich auch, die Tiere mit Heu zu füttern. Nach dem Stallbesuch ging es auf den Spielplatz. Am Nachmittag hat uns der Bauer auf eine weitere Traktorfahrt eingeladen, worüber sich die Kinder erneut besonders freuten.

 

Für uns war das ganze Projekt eine tolle Abwechslung zum sonst stressigen WG Alltag. Die zwei Kids genossen unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit und fühlten sich ziemlich wohl am Bauernhof. Im Kontakt mit den Tieren gab es überhaupt keine Probleme, beide Kinder gingen behutsam mit den jeweiligen Tieren um. Das absolute Highlight dieses Kurzurlaubes waren natürlich die beiden Traktorfahrten mit dem Bauern. Der ganze Bauernhof ist überhaupt sehr kinderfreundlich. Im Gespräch mit der Familie erfuhren wir, dass sie schon oft sozialpädagogische Wohngruppen und Schulklassen mit tlw. behinderten Kindern zu Gast hatten. Auch einer unserer Buben wird im Juni mit seiner Schulklasse auf Schullandwoche zu diesem Bauernhof fahren.

 

Und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja im Sommer noch einmal die Möglichkeit, einen Kurzurlaub im schönen Waldviertel zu verbringen – dann hoffentlich mit schönem Wetter und noch mehr Outdoormöglichkeiten.

 

Cornelia Mühlhauser, Christoph Weinberger

 

 

 

…. ein besonderes Projekt 3.1.2013 bis 6.1.2013 Postalm

 

Das Projekt hatte diesmal einen ganz besonderen Rahmen, denn wir wollten Kunst mit „Outdooraktivitäten“ verbinden. Im Vorfeld und noch in Wien besprachen wir mit den Kindern unsere Ideen und ihre Wünsche. Unsere Idee war, dass wir ressourcenorientiertes arbeiten in der Natur mit dem des meditativen Malens verbinden. Die Kinder sollten dazu als Vorbereitung jeder ein Bild, welches ihnen besonders gefiel ausdrucken und mitnehmen. Dies sollte als Vorlage dienen, um ihnen ein Gefühl dafür zu geben, das zu malen was sie auch wirklich mit ihren Augen sehen. Dabei ging es nicht darum das idente Bild aufs Papier zu bringen, sondern sich auch künstlerisch zu entfalten und eigene Ideen und Farben einzubringen. Die Kinder hatten schon im Vorfeld tolle Ideen und freuten sich sehr auf die Umsetzung der Bilder.

 

Nachdem wir auf der total verschneiten Postalm ankamen, tobten wir uns zu allererst im Schnee aus. Wir rodelten, tollten herum und machten eine Schneeballschlacht. Später am Abend als wir in der Hütte ankamen setzten wir uns zusammen und überlegten gemeinsam einen Tagesablauf, sowie teilten die Aufgaben ein.

Die Kinder suchten sich selber ihre Verantwortungsbereiche aus und so klappte das Zusammenleben für die Tage sehr gut. Sie hatten dabei das Gefühl selbst zu bestimmen und handelten sehr selbstständig. Nachdem wir die Aufgabenbereiche besprochen hatten, widmeten wir uns den Wünschen und Ideen der Kinder. Wir wollten, dass auch wirklich so viele Ideen wie möglich von ihnen selber kommen und diese auch umgesetzt werden. Jeder konnte sagen, was er gerne machen möchte und dann wurde bei jedem Punkt abgestimmt, wie viele andere Kinder dies auch machen wollten. Jeden Tag konnten wir die Punkte streichen, die wir bereits erledigt hatten. Es war absolut großartig, denn am letzten Tag stellten wir fest, dass auch wirklich ALLES was die Kinder sich gewünscht hatten durchgeführt wurde. Somit waren auch unsere Wünsche bzw. Ziele erreicht, nämlich dass die Kinder eine gute Zeit hatten und das Gefühl der Mitbestimmung hatten. Es stellte sich eine große Zufriedenheit ein.

 

Die Tage gestalten sich sehr harmonisch. Dadurch dass es immer wieder eine Abwechslung zwischen Aktivität im Schnee draußen und dem „vorm Feuer sitzen“, reden und malen gab, war eine gewisse Entspannung spürbar. Am Vormittag waren wir zumeist draußen, trockneten am Nachmittag unser Gewand über dem Kamin und malten am Nachmittag. Der Abend wurde mit der Vorbereitung des Abendessens verbracht, am Abend saßen wir noch gemeinsam vor dem Kamin, bei Kerzenschein, tranken Tee, redeten, erzählten uns Geschichten, lachten und spielten Verstecken. Kurz vor dem Schlafengehen lasen wir den Kindern eine Fantasiereise vor, reflektierten noch über den Tag und alle schliefen meistens sehr bald und müde ein. Am letzten Tag machten wir ein gemeinsames Feuer im Schnee, jeder durfte sagen, was ihm am besten gefallen hat und zündete sich eine Fackel an. Nachdem jeder eine angezündet hatte, spazierten wir im Dunklen durch den Schnee. Es war ein ganz besonderer Moment.

Das Einbringen der Kunst in einem erlebnispädagogischen Projekt war sehr spannend. Wir merkten schnell, dass es für die Kinder ein toller Ausgleich zu den Outdoor-Aktivitäten war. Sie nahmen es sofort begeistert an und waren mit voller Aufmerksamkeit bei der Sache. Vorerst ging es darum mit dem Bleistift eine Skizze auf die Leinwand zu bringen, um ein grobes Konzept zu erhalten. Außer einem Burschen, der ziemlich schnell resignierte weil es nicht seinen Vorstellungen entsprach, blieben alle Kinder geduldig beim Arbeiten. Wir erklärten, dass es nicht um Perfektion geht, sondern, sich künstlerisch auszuprobieren. Auch als wir dem Burschen Hilfe anboten, konnte er diese nicht mehr annehmen. , Wir beschlossen ihn einfach mal in Ruhe zu lassen und versuchten es am nächsten Tag erneut. Diesmal war er viel positiver gestimmt und malte auch eifrig an einer neuen Idee und das Ergebnis brachte auch ihm zum Strahlen.

Es war so schön zu sehen wie die Kinder sich in ihre Kunstwerke vertieften und in einen „Flow“ hineinkamen, eine richtig ruhige und entspannte Situation konnte dadurch geschaffen werden. Das Ergebnis war echt toll. Jeder Einzelne hatte so ein außergewöhnliches Bild geschaffen mit dem er auch selber sehr zufrieden war. Durch diese Erfahrung konnte bei jedem der Selbstwert gesteigert, die künstlerische Kompetenz gefördert und die Wahrnehmung gestärkt werden.

 

Als Abschluss der Tage haben wir auch noch ein großes Gemeinschaftsbild geschaffen.

 

 

Gemeinschaftsbild Kunst und Outdoor

 

Bevor wir dieses gestartet haben musste jeder Einzelne Naturmaterialien bei einem Spaziergang mitnehmen, welches die eigenen Stärken/Schwächen darstellt. Die Kinder haben sich ziemlich schnell etwas in der Natur gefunden und wieder in die Hütte mitgenommen. Dort haben wir dann gemeinsam darüber reflektiert und unsere Naturmaterialien mit Hilfe von Gips in dem Bild eingebaut. Wir haben uns gemeinsam überlegt wie wir das Bild gestalten und jeder hat fleißig beim Entstehen mitgeholfen. Das Ziel war eine tolle Erinnerung an dieses gemeinsam erlebte Projekt zu schaffen, was uns echt toll gelungen ist.

 

 

 

Um es zu vervollständigen haben wir noch tolle Fotos vom Projekt auf die Leinwand geklebt. Dies passierte dann aber als wir wieder in der WG zurück waren. Leider war es da so, dass ich die Kinder echt fast gar nicht mehr dazu motivieren konnte die Fotos gemeinsam auszuschneiden und aufzukleben, weil sie wieder in ihrem alten Trott im Rahmen der Wohngruppe waren. Sie waren in kürzester Zeit so abgelenkt, dass sie die Freude und Leidenschaft, die sie noch am Projekt hatten, verloren hatten.

Dies zeigte uns wieder wie wichtig das Ausbrechen der Kinder aus ihrem Alltag in Form dieser tollen erlebnispädagogischen Projekten ist, weil sie sich ohne Ablenkungen zurück auf die Natur besinnen und Freude an den einfachen Dingen des Lebens haben können.

Bericht Monika Els

 

 

 

 

Wandern in den Schladminger Tauern

von 8.-12. August 2012 – Bericht von Monika Els

 

Eingesetzte Methoden:

  • Naturerfahrung
  • Reflexions – Feedbackmethoden
  • Arbeit mit Naturmaterialien – Symbolarbeit
  • Atem- Dehn- und Yogaübungen

Erreichte Ziele:

  • Gewaltfreie Kommunikation üben – kein Schimpfen/Ausreden lassen/wertschätzendes Feedback geben/sich einbringen/seine Gefühle ausdrücken lernen etc.
  • Rituale weiterführen – gemeinsames Essen, Reflexion etc.
  • Lernen den Anderen in seinen Schwächen zu akzeptieren und ihn trotzdem positiv zu begegnen
  • Sich als Gruppe spüren, die gemeinsam Entscheidungen für alle trifft
  • Selbstermächtigung – Selbstorganisation
  • Eigene Entscheidungen treffen
  • Sich in unbekannter Umgebung zurecht zu finden

 

 

Schon seit einiger Zeit kam von ein paar Kindern der Wunsch mit dem Rucksack für mehrere Tage unterwegs zu sein. So plante ich dieses Projekt, wo wir in den Schladminger Tauern, jeder mit seinen eigenen Rucksack am Rücken, vollgepackt mit Hüttenschlafsack, Gewand und Essen für vier Tage, von Hütte zu Hütte gingen.

 

Der Berg eignet sich, naturtherapeutisch gesehen, sehr um vom Alltag mit all seinen Problemen und Sorgen, Abstand zu gewinnen und neue Kraft zu schöpfen. Metaphern wie, Weitblick haben, auf einem Grat wandern, den Höhepunkt erreichen, über dem Berg sein, am Abgrund stehen, einen steilen Aufstieg erleben, ein Ziel vor Augen zu haben, haben uns in den vier Tagen begleitet.

 

Angekommen auf der Ursprungsalm begrüßten wir all die Tiere, die dort leben. Hasen, Kaninchen, Kühe und auch kleinere Lebewesen sagten wir „Hallo“ und widmeten ihnen viel Zeit. Wir machten ein „Ankommensritual“, indem wir eine Runde spazieren gingen und uns bewusst an einem schönen Platz in die Abendsonne setzten. Dort besprachen wir die nächsten Tage, ich sagte den Kindern die Route, die wir vor hatten und wir setzten auch Ziele für ein gutes Miteinander fest, die wir mit Symbolen (Steine, Bockerl, Walderdbeeren, etc.) verstärkten. Dann stärkten wir uns in der Hütte mit einem kräftigen Abendessen, bevor es am nächsten Tag den steilen Berg hinaufgehen sollte.

 

Der Anfang ist meistens schwer und so war es auch für einige Kinder, doch die Motivation war bei allen da, was mich sehr freute. Am Wegesrand begegneten wir Pferden, die wieder viel Aufmerksamkeit von den Kindern bekamen. Wir wanderten von Früh bis Abend den ganzen Tag durch, machten eine Mittagspause, wo wir unsere Jause verschlungen. Zwischendurch waren wir ganz alleine, keine anderen Menschen waren in Sichtweite und wir genossen den Ausblick von ganz oben. Einige Kinder waren noch sehr kräftig und zeigten viel Energie, bei anderen hingegen, machten sich Rücken- sowie Fußschmerzen erkennbar. An diesem Abend erreichen wir die Duisitzkarhütte, in der wir müde, aber zufrieden Abend aßen. Auch hier waren viele Tiere, wie kleine Pferde, freilaufende Hasen und Kaninchen zu Hause, die die Kinder in ihren Bann zogen. Gleich nach dem Essen liefen wieder alle draußen herum und die Müdigkeit von der Wanderung war fast vergessen. Doch als es dunkel wurde und wir ins Lager schlafen gingen, waren die meisten ziemlich bald eingeschlafen.

 

Der nächste Tag– nämlich die Tagesetappe zurück zur Ignaz-Mattis Hütte – war wieder eine neue Herausforderung. Es lag wieder ein langer Wandertag vor uns. Wir begrüßten den Tag mit Dehn- und Yogaübungen am Duisitzkarsee um unseren Körper auf die Anstrengung vorzubereiten und aufzuwärmen. Dann starteten wir los.

 

Die ersten zwei Stunden waren noch für die meisten Kinder mit guter Energie zu schaffen, doch als es wieder bergauf ging, zeigten sich bei zwei Mädchen auf einmal Ermüdungserscheinungen. Die Mädls klagten über Rückenschmerzen, vom Rucksack tragen. Es lag allerdings noch eine Etappe von mind. 3-4 Stunden vor uns. Ich entschied eine Krisensitzung mit allen Kindern einzuberufen und alle wurden befragt, wie es ihnen gehe und wie wir es schaffen können weiter zu gehen. Wie es mir schon auffiel, meinten die Mädchen, dass sie sich nicht mehr vorstellen können, weiter zu gehen. Alle Möglichkeiten wurden besprochen – ihre Rucksäcke könnten von anderen Kindern getragen werden, wir könnten sie massieren etc., doch auch mit diesen Aussichten, konnten die zwei Mädchen es sich nicht vorstellen weiter zu gehen.

 

So ergab es sich, dass die Kinder vor ein neues Abenteuer gestellt wurden. Ich meinte, dass es wichtig sei, eine Gruppe zu stärken, und wenn es zwei Kindern gar nicht mehr gut gehe, müssen neue Möglichkeiten gefunden werden. Hierbei ist Flexibilität gefragt. Ich gab ihnen die Infos, dass, wenn wir nicht mehr zur Ignaz-Mattis Hütte kommen, es in ihrer Verantwortung liegt, für die Nacht eine neue Bleibe zu finden und als Gruppe dieses Abenteuer zu bestreiten. Außerdem war die Aufgabe, am nächsten Tag- von der anderen Seite des Berges (also der Ursprungsalm) auf die Iganz –Mattis Hütte zu kommen, denn dieses sei unser Ziel.

 

So war die neue Aufgabe für die Kinder: Schlafplatz finden für die Nacht (Preisvorgabe wurde von uns Betreuer gegeben), Businformationen einholen, wie wir man am nächsten Tag zur Ursprungsalm gelangt

(Als Hintergrundinformation: Natürlich hatten wir Betreuer immer die Endentscheidung in der Hand und wussten schon, wie wir eine Schlafmöglichkeit mit der Planänderung finden würden, doch wir wollten uns bewusst raushalten und die Kinder vor dieses Abenteuer stellen, damit sie Eigenverantwortung zeigen konnten und ins Handeln kommen!!)

 

Die zwei Mädchen waren sehr erleichtert und auch für die anderen entstand ein Gefühl des Abenteuers, welches sie mit großer Begeisterung annahmen, obwohl doch bei den anderen Drein, ein Gefühl der Frustration, weil wir es nicht auf den Berg hinauf schafften, zu spüren war. Doch dieses war bald vergessen. Wir stiegen den Berg hinab und im Tal begannen die Kinder zu planen. Es war nicht ganz einfach sich immer in der Gruppe abzusprechen, da die Meinungen teilweise auseinander gingen, doch wir Betreuer hielten uns komplett hinaus. Dies sollte eine neue Erfahrung für die Kinder sein. Und sie schafften es: Sie fanden heraus, dass es einen Bus nach Schladming gab, dort fanden sie heraus, dass es eine Jugendherberge gab und am nächsten Tag gab es einen Bus zur Ursprungsalm. Gesagt getan. Wir nahmen den Bus um 17 Uhr, im Bus begann einer unserer Burschen mit einem Mann zu sprechen, der ihm erzählte, dass es eine Touristeninformation gibt, wo man alle Informationen bezüglich der Jugendherberge bekommen würde. Als wir in Schladming ankamen gingen wir zur Touristeninformation, 2 Kinder fragten nach der Telefonnummer der JUFA, riefen dort an, reservierten für uns alle Zimmer, bekamen dann noch einen Stadtplan und führten uns ganz alleine direkt vor die Jugendherberge.

 

Meine Kollegin und ich waren total begeistert von der Selbstständigkeit und dem Mut Leute in einer Region zu befragen, die den Kindern komplett fremd ist. Dass die Gruppe sich in dieser Situation ganz alleine organisiert hat, bedarf viel Selbstverantwortung und ich glaube, dass sie dabei viel gelernt haben.

 

Wir schliefen dann in der Jugendherberge und machten uns am nächsten Tag mit dem Bus auf zur Ursprungsalm. Von dort ging es dann noch ca. 2 Stunden zur Ignaz Mattis Hütte, unser eigentliches Ziel vom Vortag. Dort oben angekommen waren alle sehr froh, denn wir haben unser Ziel der Wanderung erreicht. Wir setzten uns an einen der Bergseen zusammen und ich sagte den Kindern, dass sie es ganz toll gemeistert haben. Außerdem betonte ich, dass es nicht wichtig ist, dass man ein Ziel auf die schnellstmögliche Art erreicht, sondern, dass es der ganzen Gruppe dabei gut geht und oft kommt man auch langsam und mit Umwegen zum Ziel.

 

Einige mussten trotzdem noch ihre Enttäuschung zum Ausdruck bringen und meinten, dass sie es trotzdem schön gefunden hätten, wenn sie die Hütte schon am Vortag erreicht hätten. Auch das war in Ordnung.

 

Sie bekamen dann noch die Aufgabe, unsere Route mit Naturmaterialien und Seilen, die ich ihnen gab, darzustellen und wir gingen die ganze Etappe gedanklich noch einmal durch. Zum Abschluss stellte sich jeder noch zu der Stelle, die ihm am Besten gefallen hat und wo er oder sie am Meisten Energie tanken konnte.

 

 

 

 

Lamatrekking – August 2012

 

 

Trotz einiger Widrigkeiten bzgl. der Unterkunft konnten wir auch heuer wieder ganz tolle Momente während unseres Lamaprojektes im August 2012 erleben, die sicherlich auch wertvolle Spuren bei den Kindern hinterlassen haben.

 

– Die Kinder zeigten Einfühlungsvermögen und Verantwortung im Umgang mit und in der Versorgung der Lamas. Auf Picaro wurde Rücksicht genommen, seine Einschränkungen akzeptiert. Dies ist ein schönes Resultat der tiergestützten Einzelförderstunden (teilweise wird das Angebot bereits seit mehreren Jahren in Anspruch genommen), in denen die Kinder Beziehung zu den Lamas (und den anderen Tierarten) aufbauten und lernten, die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen. Durch Picaros ruhige Art haben die Kinder gerne mit ihm gearbeitet und er dankte ihnen dies mit großer Motivation.

 

– Gargamel sorgte mehrmals täglich für allgemeine Erheiterung, da er, wann immer er Pferde sah, äußerst witzige Laute ausstieß – als würde er über die Pferde lachen.

 

– Die Fährtenjagd war ein Programmpunkt, der den Kindern besonders Spaß bereitete. Die Gruppe mit den Lamas startete als erste und legte nummerierte Fährten aus, die Gruppe mit dem Hund nahm die Fährte auf und machte die Lamas erfolgreich ausfindig. Am Rückweg wurde getauscht und die andere Gruppe durfte ihr Geschick beweisen. Die Verstecke für die Fährten wurden sehr gefinkelt ausgewählt – so fanden sich die Fährten auf hoch hängenden Ästen, im Maisfeld, unter Steinen usw. Mitunter dauerte es schon eine Weile, bis eine bestimmte Fährte ausfindig gemacht werden konnte. Nicht nur die Kinder – auch die Lamas hatten Freude an dem Spiel, da sie zwischendurch immer wieder Gras abrupfen konnten.

 

– Durch die vier Tage hindurch übten sich die Kinder darin, aufeinander Rücksicht zu nehmen – auch auf die Bedürfnisse der Tiere. Anhand der Lamas konnten sie beobachten, dass auch kleine Streitigkeiten zwischendurch zu Beziehungen dazu gehören. Die Kinder erlebten aber auch, dass man nur dann ein Ziel erreicht, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht und Teamarbeit und Kooperation beweist.

 

So gibt es sicherlich spannende Themen, an denen weiter intensiv gearbeitet werden kann. Projekte in Kleingruppen geben hierfür einen passenden Rahmen, da man Gruppenprozesse intensiver begleiten und thematisieren kann. Weiters bieten Projekte eine Abwechslung zum Alltag und öffnen Räume, in denen die Kinder offener sind für eine Auseinandersetzung mit bestimmten Inhalten.

 

Ende September machten wir einen Ausflug zu einem uns bekannten Reithof nach Niederösterreich um das diesjährige Lamaprojetk mit einem zusätzlichen Ausflug abzuschließen . Bevor es überhaupt zur Arbeit mit den Pferden ging, erklärte und zeigte die Verantwortliche den Kindern detailliert, was in den nächsten Stunden auf sie zukommen wird. Anschließend lernten die Kinder, wie man ein Pferd führt und sie bekamen viele Anregungen, worauf es zu achten gilt. Da vier Kinder mit 2 Pferden arbeiteten, konnte auch von Anfang an auf das Thema Teamwork eingegangen werden.

Nach dem Putzen und Satteln gab es spielerische Übungen mit und auf dem Pferd. Ein Kind führte das Pferd in Begleitung einer Erwachsenen, das andere Kind durfte Reiten und vom Pferd aus verschiedene Geschicklichkeitsübungen bewältigen (Bälle werfen, Löffel balancieren, Wasserbecher mit möglichst viel Wasser zum Ziel tragen,…). Die Kinder wurden dabei auch angehalten, sanft mit dem Pferd und ihrem Teampartner zu kommunizieren. So wurde das sanfte Aufsteigen auf das Pferd mehrmals geübt und auf die Befindlichkeit des Pferdes genau eingegangen.

Zwei der Mädchen zeigten eine tolle Zusammenarbeit und einen sanften Umgang mit dem Pferd, wodurch das Pferd motiviert mitarbeitete – ein sichtbarer Fortschritt. Nach der Einheit wurden die Pferde versorgt und zurück in ihren Stall gebracht und der Nachmittag fand einen gemütlichen Ausklang. Auf der Heimreise reflektierten wir, was an diesem Tag anders war als im August und welche Aspekte wichtig sind, um mit Pferden sicher und partnerschaftlich arbeiten zu können. Die Kinder hatten viel Spaß, da sie sich sicher und begleitet fühlten. Bei Schwierigkeiten in der Kommunikation mit dem Pferd war sofort jemand zur Stelle und unterstützte die Kinder.

Alle Kinder konnten mit den Pferden tolle Stunden verbringen und konnten positive Erinnerungen mit nach Hause nahmen!

 

 

Wir freuen uns auf das nächste tiergestützte Projekt und viele abwechslungsreiche Stunden – danken Bayer Austria für die Realisierung der Trekkingtour!

Bericht – Mag. Bettina Winkelmayer

 

 

 

 

 

KUNSTTHERAPEUTISCHES PROJEKT –

Wenn Worte nicht meine Sprache wären – oder Innenwelten ins Außen tragen Mai 2012

Bericht – Katharina Lackner, Tina Admacik

 

In einer für Kinder wie auch Betreuerinnen sehr intensiven Zeit haben wir ein Projekt geplant um allen ein wenig Zeit zum Entspannen zu ermöglichen bzw. um Ängste, Trauer oder auch Ärger in einem intensiven Setting zum Ausdruck bringen zu können.

 

 

Blick aus einem Fenster in eine grüne Landschaft

 

 

Es war ein wirklich schönes und auch sehr besonderes Projekt, mit vier Mädchen/Jugendlichen aus allen drei WGs, die ein tolles Team waren und sehr gut miteinander harmoniert haben.

Bei meist perfektem Wetter waren wir viel in der Natur, haben uns oft kreativ betätigt, sehr viel Spaß gehabt und tolle Gespräche geführt.

Die Kinder konnten an diesen fünf Tagen viel Kraft und Leichtigkeit für den weiteren WG-Alltag sammeln.

Wir hatten eine sehr lange Anfahrt – angekommen bestaunten wir unsere Hütten für die nächsten Tage. Das Ausräumen, Einrichten usw. hat super funktioniert und die Mädels waren wirklich begeistert von ihrem „neuen Zuhause“.

 

 

 

 

 

Für jedes Mädchen gab es ein schönes leeres Heft mit der Bitte schriftlich ihren Tag darin zu reflektieren – auch konnten sie etwas zeichnen, hinein kleben, Ideen sammeln, sich ev. Fragen oder Wünsche notieren usw. In den nächsten Tagen war zu beobachten, wie die Mädels dieses Heft genützt haben („Du hast recht Katharina, es tut wirklich gut, sich wirklich alles von der Seele zu schreiben was einen beschäftigt“).

Jedes Mädchen bekam auch noch ein buntes Kuvert. Jede von uns sollte in den kommenden Tagen einen kleinen Brief mit etwas Positivem schreiben, etwas, was ihr an diesem Tag an einem anderen aufgefallen ist – auf diesen Zetteln sollte ausschließlich etwas Schönes stehen. Alle haben diese Idee sehr positiv aufgenommen und sich auch eingebracht. Zum Schluss haben wir die Kuverts an den Kasten geklebt und uns schon alle auf die Briefe am nächsten Tag gefreut.

 

3 Personen stehen an einem Brückengelände

Nach einem guten Frühstück und einem harmonischen Vormittag sind wir am nächsten Tag zu Mittag alle gemeinsam spazieren gegangen. Wir waren in Summe knapp drei Stunden spazieren, hatten viel Zeit für gute Gespräche, konnten ausgiebig Blumen pflücken, Füße in die eiskalte Traun halten und viel Spaß erleben. Die Mädchen waren auch alle sehr wertschätzend, was die Natur betrifft, haben Details wahrgenommen und die Umgebung bestaunt.

 

 

Zurück in der Hütte haben wir den Dachboden der Hütte erkundet und die Mädels hatten schon 1000 Ideen für Videos, die wir drehen könnten, entwickelt. Diese Ideen haben wir auch besprochen, versuchten gemeinsam einen roten Faden in den Ideen zu finden und ein Grundgerüst für eine Geschichte entstehen zu lassen. Der Film wurde dann auch noch mit einer kleinen Digicam „gedreht“

Danach hatten wir Kreativzeit, in der wir weiße T-Shirts und Papiere bemalt haben, Ideen und Geschichten aufgeschrieben und auch gebastelt haben.

Die Mädels bekamen die Aufgabe, sich einen „Kraftort“ und dort auch einen „Kraftgegenstand“ zu suchen. Wir sind gemeinsam ein Stückchen spazieren gegangen und jede hat ungefähr eine halbe Stunde Zeit für diese „Aufgabe“ bekommen. Die Mädchen sind in alle Richtungen losgeschwirrt und im Anschluss haben wir uns wieder am ursprünglichen Platz getroffen. Danach sind alle gemeinsam zum Ort von jeder gegangen, der dann vorgestellt wurde. Dabei haben sich alle sehr achtsam und respektvoll untereinander verhalten. Es wurden folgende Fragen gestellt: Warum hast du diesen Platz (und dann auch Gegenstand) gewählt? Warum bist du auf dieses Projekt mitgekommen? Was wünschst du dir noch? Wie geht es dir?

Abends kochten wir Lasagne; alle haben dann ohne ein Wort von uns aufgeräumt, Tisch gedeckt und zuletzt wurde auch noch abgewaschen.

Nach dem Essen gab es wieder einen „Abendkreis“, wo wir uns unsere „Hochs und Tiefs“ des Tages erzählten. Auch die Botschaften mit den positiven Rückmeldungen gestalteten sich als sehr wertschätzend; jeder zog seinen Zettel und las ihn vor. Auch an diesem Abend konnten wir sehen, wie sehr die Mädchen (und auch wir) sich über das positive Feedback gefreut haben und etliche haben die Zettel danach gleich in ihr Heft geklebt.

 

Kind Gesicht Gipsmaske wird geformt

 

 

Am nächsten Tag wurden gemeinsam Gipsmasken gemacht. Es gab eine kurze Diskussion darüber, welche Mädels sich nun zu Teams formieren – auch diese wurde aber dann dadurch gelöst, dass immer wer anderer dem anderen die Gipsmaske machte. Alle vier waren dabei äußerst behutsam auf der einen Seite und extrem mutig auf der anderen. Die gesamte Aktivität verlief sehr harmonisch und machte allen Spaß. Zum Schluss hatten alle wirklich großartige Masken und waren sehr stolz auf sich.

 

 

Speckstein schleifend und plaudernd haben wir den ganzen Nachmittag im Garten verbracht. Am Abend haben sich einige Mädchen noch kreativ betätigt, haben Briefe geschrieben oder sich entspannt. Wir konnten den Abend mit einem gemeinsamen Kreis, den „Hochs“ und „Tiefs“ und dem Vorlesen der Feedback-Zettel gemütlich abschließen.

Am letzten Tag unseres Projekts mussten wir leider auch schon wieder an die Heimreise denken. Die Hütten mussten aufgeräumt und gereinigt werden. Die Heimreise verlief sehr unkompliziert und im Vergleich zur Anfahrt auch recht rasch. Als wir im Europahaus ankamen, halfen die Mädels noch beim Ausräumen des Autos. Wir verabschiedeten jedes Kind einzeln und sie bekamen noch ein Geschenk von uns. Es war spürbar, dass einige von ihnen mit dem Zurückkommen in den Alltag etwas überfordert waren.

 

Steinherz in der Blumenwiese

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kanufahren auf der Sulm vom 7.-10 Juni 2012

 

Was alles in vier Tagen passieren kann, haben wir wieder einmal bei diesen ganz besonderem Projekt erleben dürfen. Mit vollem Gepäck, damit wir die Tage von Donnerstag bis Sonntag uns selbst versorgen können, fuhren wir aus dem Europahaus los und freuten uns alle schon sehr auf den schönen Platz in der Südsteiermark, in Kaindorf. Es war ein herrlicher Tag mit Sonnenschein und auch die Gruppe, in einer Konstellation, wie es sie noch nie gegeben hat, schien sich wohl zu fühlen.

 

Nach mehreren Stunden Autofahrt erreichten wir den Campingplatz, es waren aufgrund des herrlichen Wetters auch recht viele Leute dort. Wir suchten uns gleich einen schönen, etwas abseits gelegenen Platz im Wald und bauten dort unsere Zelte auf. Danach sprangen wir gleich ins Wasser um uns abzukühlen. Ein Mädchen der WG 3 hat in der Wohngruppe noch einen „Schiffskuchen“ gebacken, den sie für uns mitnehmen wollte, den wir dann als Jause am Wasser verschlangen. Der Tag verging sehr schnell und wir machten uns gegen Abend daran ein Feuer zu entfachen und kochten Chili con Carne auf offenem Feuer. Als Nachspeise gab es klassische „Lagerfeuer- Schokobananen“, und die Zeit verging so schnell, dass es schon 22:30 Uhr war, als wir mit dem Essen fertig waren. Müde gingen alle schlafen und freuten sich auf den nächsten Tag, an dem wir Kanufahren wollten.

 

Freitag

Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus zu einer Kanueinstiegsstelle und luden dort die Kanus aus. Ich gab einige Sicherheitstipps und wir machten uns Zeichen aus, die man am Wasser auch von einer gewissen Entfernung, erkennen kann. Um herauszufinden, wer sich wie sicher am Wasser fühlt, machten wir eine Aufstellung, wo sich die Kinder auf einer Linie aufstellen sollen, wie sicher sie sich fühlen. Eine Seite wurde gekennzeichnet mit 0 (ganz unsicher) bis hin zu 10 (ich fühle mich sehr sicher und habe auch schon Kanuerfahrung). Durch diese Selbsteinschätzung wählten wir dann die Kinder aus, die zusammen in den Booten fuhren. Und schon legten wir los. Das Gewässer, die Sulm, ist ein sehr ruhiger Fluss und es gab nicht sehr viel Wasser, doch genug für uns zum Vorwärtskommen. So bewegten wir uns gemütlich vorwärts.

Nach einigen Stunden beschlossen wir eine Pause zu machen. Wir hatten uns etwas zum Essen mitgenommen, allerdings fehlte uns das Brot und wir hatten nur Mehl und Salz dabei. So wurde die Aufgabe gestellt ein Feuer zu entfachen um Brot zu backen. Wir lagerten auf einer kleinen Insel direkt beim Wasser, es war ein wunderschöner Ort. Wir suchten Steine aus dem Wasser und bauten uns ein Brett um dort den Teig für das Brot zu formen. Ebenso suchten wir uns spitze Steine, die wir als Messer verwendeten um den Käse und die Wurst zu schneiden. Dieses Mittagessen war ein absolutes HIGHLIGHT!! Wir fanden heraus, dass es eigentlich sehr viel in der Natur gibt und man gar nicht soviel braucht um sich etwas Leckeres zu kochen. Jeder suchte sich dann ein Steckerl und wir machten darauf das Brot und aßen dazu Wurst, Käse und Gemüse. So stärkten wir uns für die Weiterfahrt…….

 

Am späten Nachmittag kamen wir müde am Campingplatz mit den Kanus an, luden diese auf den bereitgestellten Anhänger und gingen noch einmal schwimmen um die ganze Anstrengung hinter uns zu lassen. Die Kinder waren voller Tatendrang und freuten sich schon wieder aufs Feuer machen, welches sie am Abend ganz alleine machten. Darauf kochten wir uns wieder etwas Leckeres und gingen müde und zufrieden schlafen.

 

Samstag

In der Nacht von Freitag am Samstag begann es zu regnen. Die meisten Leute vom Campingplatz bauten ihre Zelte ab und fuhren nach Hause. Für einige Kinder war dies eine große Veränderung und es beschäftigte sie sehr, dass die Leute alle aufbrachen und wir hier blieben. Doch unser Projekt war noch nicht zu Ende und die Ruhe des Campingplatzes und die Erlebnisse vom Vortag eigneten sich besonders gut um die letzten Tage zu reflektieren und alles gemütlicher, langsamer und ruhiger anzugehen. Wir spannten eine Plane im Wald, machten ein wärmendes Feuer und die Kinder erzählten von ihren ganz persönlichen Erfahrungen von den letzten Tagen. Ebenso fragten wir alle ab, wie ihre Energie sei und ob sie für den Regen, der vermutlich den ganzen Tag anhalten sollte, gut ausgerüstet seien.

 

Und es stellte sich bald heraus, dass es genau diese Erfahrung für die meisten Kinder sein sollte, die sie teilweise an ihre Grenzen kommen lies. Das Motto an diesem Tag hieß „Auf sich schauen“ – und dies ist die schwierigste Aufgabe für viele. Vor allem bei Regen muss man besondern schauen, dass man immer etwas Trockenes zum Anziehen hat, dass man das Holz für ein wärmendes Feuer unter die Plane zum Trocknen legt und so weiter. Der Tag war eine große Herausforderung, da es wie aus Kübeln zu Schütten begann und nicht aufzuhören schien. Doch die Kinder konnten Erfahrungen machen wie: Durch Kommunikation und das Aussprechen seiner Bedürfnisse werden Lösungen gefunden, die für alle passen (nasses Zelt – Zusammenlegung der Kinder), Zusammenarbeit ist wichtig (jeder tut ein bisschen was); Anstrengung ist manchmal wichtig, um danach ein gutes Resultat zu haben (Holz suchen – wärmendes Feuer); An einer Sache dran bleiben – Hartnäckigkeit zeigen (Feuer machen aus nassem Holz), usw.

Es war für viele eine wirklich wichtige Erfahrung, die wir am Abend, nachdem die Kinder es schafften ein Feuer aus nassem Holz(!!) herzustellen, reflektierten. Müde gingen an dem Tag alle schlafen.

 

Sonntag

Ich weckte die meisten Kinder am Sonntag in der Früh auf, nachdem ich schon ein Feuer gemacht hatte und heiße Milch kochte. Nach der großen Anstrengung vom vorigen Tag hatten sie sich dies auf alle Fälle verdient. Und es regnete immer noch. Die Kinder waren aber guten Mutes, stiegen verschlafen aus ihren Zelten und setzten sich zum Feuer und wir frühstückten gemeinsam. Wir sprachen noch einmal über den gestrigen Tag und fragten alle wie sie geschlafen haben. Danach halfen alle toll zusammen und wir bauten die Zelte ab, wuschen das Geschirr ab und räumten alles ins Auto. Als wir alles fertig eingepackt hatten, verabschiedeten wir uns von dem Platz und fuhren los, stoppten noch bei einem Gasthaus um uns für die Heimfahrt kräftig zu stärken!

 

Erreichte Ziele:

 

  • Vertiefen der Paddeltechnik bzw. Neukennenlernen des Mediums Kanu
  • Vertrauen in das Boot – und in den Paddelpartner haben
  • Kochen am offenen Feuer – das Feuer erleben in seinen unterschiedlichen Kräften – einmal trockenes, dann wieder extrem nasses Holz
  • Achtsame Kommunikation fördern – Feedbackrunden, lernen seine Gefühle in Worte zu fassen, durch regelmäßige Befindlichkeitsrunden

 

Projektbericht von Monika Els


 

 

Bauchklang – Spuren hinterlassen – Postalm / Salzburg – Jänner 2012

 

 

Das Jahr 2012Winterlandschaft Kinder, die sich für die Schneewanderung fertig machen starteten wir mit einem tollen Projekt im Rahmen der Projektreihe „Bauchklang“ konzipiert von Monika Els.

 

„Meistens liegt in dieser Zeit schon viel Schnee auf der Postalm, wir wollen keine vorgefertigten Pfade gehen, sondern unsere eigenen Spuren hinterlassen. Deshalb werden wir uns Schneeschuhe auf unsere Füße schnüren und durch die verschneite Landschaft stapfen.“

 

Nach vierstündiger Autofahrt kamen wir auf der verschneiten Postalm an. Der erste Eindruck von der verschneiten und sonnigen Postalm war sehr stimmungsvoll und einladend. Ein schöner Willkommensgruß.

 

Wir zogen gleich unsere Schneeschuhe an und schleppten unsere persönlichen Sachen, sowie die Essensvorräte mit Rodeln zu unserer Hütte. An diesem Tag waren die Kinder sehr bald sehr müde, wir machten einen kleinen Spaziergang im verschneiten Wald und zogen uns dann in die gemütliche Hütte zurück, machten Feuer und kochten uns etwas Leckeres.

 

Die nächsten Tage waren sehr intensiv. Es begann schon am Mittwoch zu schneien und dies sollte auch die nächsten Tage so weitergehen. Wir waren richtig eingeschneit, ohne Schneeschuhe war das Gehen im Schnee kaum möglich. Körperlich war es für die Kinder sicherlich eine große Anstrengung und Herausforderung. Dennoch verbrachten wir viel Zeit draußen – bauten uns „Lager aus Schnee und Planen“ und spielten ein Spiel, das „Eisdrachenprinzessinnenspiel“. Wir erzählten den Kindern eine erfundene Geschichte über eine Eisdrachenprinzessin und das die Nachfolge der Führung des Volkes der Serillochar gefunden werden muss. Dafür müssen Drachenbabys gerettet werden. Es begann ein wildes Spiel, mit viel Action und Laufen. Danach waren die Kinder sehr müde und wir ruhten uns bei warmen Tee in der Hütte auf.

 

Bei diesem Projekt wurden die Kinder nicht in Gruppen eingeteilt, sondern wir versuchten das Gemeinschaftsgefühl zu verstärken und vor allem die Wahrnehmung und Sensibilisierung auf das zu schärfen, was zu tun ist. Jeder sollte seine Augen öffnen um zu sehen was zu tun ist. Dies wurde öfters am Tag reflektiert! Wir sprachen darüber wie ein gutes Zusammenleben funktionieren kann, was jeder machen kann und soll und das es wichtig ist, die Eigenverantwortung dafür zu übernehmen, denn nur wenn jeder auch wirklich mithilft, kann es gut funktionieren. Dafür machten wir auch im Schnee eine Symbolarbeit, wo jeder mit Hilfe des Schnees darstellte, was er gerne für die Gruppe einbringen möchte. Ein Kind stellte einen Korb dar und meinte, er wird immer schauen, dass genug Holz im Korb ist. Ein anderes Kind baute eine Abwasch aus Schnee und sagte, er wird immer abwaschen, wenn er was herumstehen sieht. Drei Mädchen wollten bei allem helfen, so gut es geht, wenn sie jemand um Hilfe fragt oder sie sehen, dass etwas zu tun ist. Ein Bub war mit sich selber so beschäftigt, stellte einen riesigen Eiszapfen in die Mitte von allen und meinte nur dazu: „Das sind meine Wurzeln, die mich immer begleiten.“ Er bot dann auch noch an, Streit zu schlichten, wenn er sieht, dass jemand streitet, für ein besseres Zusammenleben.

 

Nach dieser Arbeit tobten wir uns noch im Schnee aus, rodelten gemeinsam und nach dem gemeinsamen Kochen, setzten wir uns noch zu einer Befindlichkeitsrunde zusammen und kamen mit einer geführten Meditation und Phantasiereise zur Ruhe.

 

 

Am nächsten Tag, Donnerstag, überraschten uns einige Kinder mit einem Frühstück, welches sie ganz alleine vorbereiteten. Sie waren ganz stolz und freuten sich sehr uns eine Freude machen zu können. Danach gingen alle hinaus rodeln und bauten sich eine Schanze. Im Anschluss brachen wir zu einer Schneeschuhwanderung auf. Dies war sehr anstrengend für die Kinder, da erstens sehr viel Schnee lag und zweitens, durch die Schneeschuhe das Gehen verändert wird. Genau genommen geht es um eine Verlangsamung, die die meisten Kinder anfangs schwer annehmen konnten und trotzdem versuchten wild herum zu hüpfen. Doch schon bald merkten sie, dass man einen eigenen Rhythmus mit den Schneeschuhen finden muss.

Nach dem Spaziergang gab es eine längere Ruhepause in der Hütte, die manche Kinder gut nutzten. Im Anschluss gingen wir wieder hinaus und teilten uns in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe baute einen Iglu und die andere machte gleich daneben ein Feuer im Tiefschnee. Es war sehr beeindruckend, denn es schneite und stürmte immer mehr und das Feuer wurde auch immer wilder. Es war eine ganz besondere Stimmung.

 

Der Abend endete wieder sehr gemütlich, mit Aufwärmen vor dem Kamin und bei Kerzenschein sitzen, da wir Strom sparen mussten….. Die Kinder machten Körperübungen, wie Situps und Cheerleadingübungen. Wir spielten dann nach dem Abendessen noch Verstecken im Dunklen und beendeten den aufregenden Tag mit einer Befindlichkeits- und Reflexionsrunde und anschließender Phantasiereise.

 

Den letzten Tag beendeten wir mit einer Fackelwanderung bei Fast-Vollmond im Schnee. Immer wieder schimmerte er aus der dichten Wolkendecke durch. Es war ein sehr beeindruckender Moment und eine ganz besondere Stimmung. Einige Kinder kamen dabei sehr zur Ruhe und genossen das Flackern ihrer Fackel sehr.

Wir hatten in diesen Tagen viel Spaß, haben sehr viel erlebt und tolle gemeinsame Momente in und durch die Natur erlebt. Die Kinder hatten viel Zeit um ihre Kreativität auszuleben, drehten ein Gruselvideo in der Hütte und konnten immer wieder ihre Ideen einbringen, die wir gemeinsam umsetzten. Vor allem die Tatsache, dass es jeden Tag viel schneite und es immer mehr Schnee gab, beeindruckte die Kinder sehr und rundete das ganze Projekt ab. Es erforderte diesmal weniger den Einsatz von speziellen Methoden und Übungen sondern eher das Wirken lassen der Naturgegebenheiten, sowie den Raum zu geben Selbstverantwortung und Eigenständigkeit zu beweisen ohne Anweisungen zu bekommen. Ich glaube, dass einige Kinder diese Möglichkeit gut genutzt haben und daran gewachsen sind, andere wiedermal tun sich noch schwerer mit so einer „offenen Situation“ und brauchen noch mehr Anleitung und Unterstützung.

 

Erreichte Ziele:

  • Ich lerne ein neues Medium, nämlich, Schneeschuhe kennen und lasse mich darauf ein
  • Ich schärfe meine Wahrnehmung und bringe mich mit meinen Können, Stärken und Bewusstsein in die Gruppe ein
  • Ich zeige Eigenverantwortung und Selbstständigkeit
  • Ich lasse mich auf Körperübungen und Phantasiereisen ein und schaffe es auf mich selbst zu konzentrieren
  • Ich übe meine Reflexionsfähigkeit
  • Ich lerne Strom und Wasser zu sparen, und mich mit wenig Licht zufrieden zu geben, da beides in der Hütte nicht im Überfluss vorhanden ist
  • Ich lerne meine Freizeit ohne PSP, Computer, TV zu gestalten und finde Zugang zu meiner kreativen Seite

 

Bericht: Monika Els

 

Unser Dank gilt Monika Els für die Vorbereitung und Durchführung des Projektes. Clemens Aichinger danken wir für seine engagierte Unterstützung. Danke an all unsere Spender, die solch tolle Projekte ermöglichen.

 

 

 

Lamatrekking 2011 – im Burgenland ist’s windig…

 

Lamakopf - Großaufnahme….. aber dafür schön flach – was unser Auswahlkriterium für den Ort des Trekkings war. Unser Lama Picaro ist aufgrund einer Beinfehlstellung nicht mehr voll belastbar und benötigt flaches Gelände, wodurch unsere Wahl auf das Burgenland fiel. In Apetlon fanden wir einen Reiterhof, der bereit war, Mensch und Tier zu beherbergen und als Ausgangspunkt für unsere Aktivitäten zu dienen.

Da wenige Tage vor dem Trekking neue Kinder in der Wohngruppe aufgenommen wurden, stand das diesjährige Lamatrekking ganz im Zeichen der Gruppenprozesse. Die Kinder konnten die gemeinsame Zeit mit den Lamas in der Natur nutzen, um einander kennenzulernen, ein Gruppengefühl zu entwickeln und sich in Rücksicht und Toleranz zu üben. Den eigenen Platz in der Gruppe zu finden, ist ein längerer Prozess, für den die gemeinsamen Tage einen Startstein legten.

Die geplanten Aktivitäten waren sehr vielfältig und wir ließen uns nicht vom Wetter bremsen. So veranstalteten wir am ersten Tag trotz Regen eine Fährtenjagd, bei der eine Gruppe Fährten legte und die andere sich gemeinsam mit den Lamas auf die Suche begab. Der Hofhund war nicht zu halten und lief mit der ersten Gruppe mit, sodass jede Gruppe tierische Begleiter hatte. Die Kinder waren so begeistert und bei der Sache, dass ihnen der Regen kaum etwas ausmachte und auch die Lamas gaben ihr Bestes und folgten den Kindern willig. Die Fährtenjagd schulte Wahrnehmung, Konzentration und Kooperation und machte großen Spaß. Und die letzte Fährte durfte Gargamel auf seinem Halfter verstecken – der natürlich im Stall seinen Kopf senkte, sodass die Kinder nichts sehen konnten.

Bei der Millionenshow konnten die Kinder ihre sozialen Fertigkeiten trainieren und ihr Wissen Preis geben – natürlich waren auch einige Fragen zu den Lamas dabei…

Das Bekleben eines individuellen Fotoalbums und ein Nachtspaziergang standen ebenso am Programm wie eine Wanderung zum Darscho Warmsee, dessen Temperatur wir aufgrund des kalten und windigen Wetters leider nicht testen konnten. Während der wohlverdienten Rast auf einem Spielplatz konnten sich Kinder und Betreuerinnen auf der Slackline üben und es zeigte sich schnell, wer ein ausgeprägtes Gleichgewicht besitzt…

Am letzten Abend gab es dann noch ein besonderes Highlight: Als es bereits dunkel war, überraschten wir die Kinder mit einer „Grusel Night“ – Neon-Knicklichter leuchteten den Weg zum „geheimen Ort“. Auf einem Spielplatz hatten wir Stationen aufgebaut, die die Kinder absolvieren mussten, um an die Buchstaben des Lösungswortes zu gelangen. Es wurde im Sand nach Bauklötzen gegraben, der Geruchs- und Geschmacksinn getestet, in einer matschigen Masse nach Cent-Stücken gesucht, im Kriechtunnel unheimliche Tiere ertastet und aus Wolle, Ästen und Schnüren ein Lama gebastelt. Gespielt wurde in Zweierteams und am Ende musste die gesamte Gruppe zusammenhelfen, um das Lösungswort zu entschlüsseln, das den Hinweis auf das Versteck des Schatzes lieferte.

Am nächsten Tag blickten wir in viele müde Gesichter – immerhin kamen wir erst spät von der Gruselnacht zurück. Da ein Kind am Abreisetag Geburtstag hatte, gab es zur Feier des Tages Torte und eine Pferdekutschenfahrt – die gleichmäßigen Erschütterungen der Kutsche ließen so manches Kind schläfrig werden und der Kutscher war wohl verwundert ob der ruhigen Kindergruppe .

 

 

 

Unser großer Dank gilt BAYER AUSTRIA, die auch heuer wieder die Trekkingtour für unsere Kinder finanzierten.


 

 

 

Bauchklang – Der Klang in meinem Bauch

 

 

Erlebnispädagogisches Jahresprojekt

 

Regenbogen im Hintergrund GebirgeEine pädagogische Mitarbeiterin der WG 3 hat die Qualifikation zur Erlebnispädagogin erfolgreich abgeschlossen und sie bietet dieses Jahr vier Module mit dem Titel „Bauchklang“ für Kinder und Jugendliche des Europahaus des Kindes an. Die eigene Identität entfalten zu können, sich selbst zu entdecken, Selbstbewusstsein zu entwickeln, eigene Ressourcen kennen zu lernen – dies sind Lebensthemen, mit denen wir immer wieder konfrontiert werden. Fremd untergebrachte Kinder haben oftmals durch Krisenerfahrungen der Eltern oder durch Unwissenheit ihrer Herkunftsfamilien Normen und Werte verinnerlicht, die eine Entwicklung eines positiven Selbstwertgefühls verhindern, eine Integration in die Gesellschaft erschweren und Lebensperspektiven verzerren. Durch die Anwendung gezielter Methoden, durch intensive Naturerfahrungen und spezielle Übungen zur Achtsamkeit wollen wir gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen ihre Stärken herausfinden, ihr Selbstvertrauen stärken und durch Biographiearbeit die Ausbildung der Identität unterstützen. Die Projekte finden an verschiedenen Orten, die ein intensives Naturerleben ermöglichen, statt. Wir danken all jenen, die mit Ihrer Spende diese Projekte für unsere Kinder möglich machen.

 

 

 

 

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Bauchklang – Der Klang in meinem Bauch – Projektbericht „April-Projekt auf der Postalm“

 

Sonntag 17.4. bis Mittwoch 20.4.2011 von Monika Els


Kindergruppe wandert in einer winterlichen LandschaftSonntag 17.4.2011

 

Nach dreieinhalb Stunden Autofahrt kamen wir auf der noch verschneiten Postalm in Salzburg an. Die Kinder stiegen aus den Autos aus und Unruhe machte sich breit. Viel Ungewisses, wie: wohin müssen wir gehen, wie lange gehen wir, was machen wir mit dem Essenseinkauf etc. füllte den Raum. Ebenso trafen wir dort Karin, eine Erlebnispädagogin, die uns die Tage begleiten wollte, auf dem Parkplatz.

Wir besprachen mit den Kindern das Organisatorische um wieder ein bisschen Ruhe in die Gruppe hinein zu bringen. Gleich danach, mit Rucksack bepackt, spazierten wir los, quer Feld ein, Richtung Postalm. Nach zwei Stunden, die durch viel Rückenschmerzen, wegen den schweren Rucksäcken, sowie kalten Füßen, da wir noch durch den Tiefschnee stapfen mussten, gekennzeichnet waren, kamen wir endlich auf der Postalm an.

 

 

Die Kinder richteten sich ihre Zimmer ein und wir machten uns sofort ans Feuer machen, um uns warmen Tee kochen zu können.

Alle waren an diesem Tag sehr bald sehr müde. Nach einem leckeren Abendessen, welches N. und M. für uns gekocht haben, setzten wir uns in einer Abschlussrunde für den heutigen Tag vor dem Kaminfeuer zusammen.

Ich las eine Phantasiereisegeschichte vor, die den Titel „Stark wie ein Baum“ trug. Mit diesem Motto und dem Impuls, „die Stärke ist auch in dir“ begannen wir den Tag zu reflektieren. Fragen wie „was hab ich heute gut geschafft, was ist mir heute gut gelungen… durfte jeder reihum über seine heutigen Erfolgserlebnisse berichten. Danach gingen alle sehr schnell schlafen….

 

 

Montag, 18.4.2011


Am nächsten Tag standen alle sehr früh auf, da große Aufregung und Neugierde in den Kindern steckte. Die Sonne strahlte und wir genossen ein Frühstück auf der Sonnenterasse. Nach dem Frühstück starteten wir den Tag mit einem Spiel und einer Kennenlern-Aufstellungsrunde, wo wir uns nach unseren Geburtsdatum, Augenfarben, Sternzeichen aufstellten. Ein paar Kinder machten mit viel Begeisterung mit, andere wurden auf einmal fürchterlich müde und verweigerten. Nach und nach machte sich große Unruhe breit. Wir beschlossen, den Bedürfnissen der Kinder nachzugehen und setzten uns einfach auf die Terrasse und machten nichts, da sie ja angeblich soo müde waren. Nach einigen ruhigen Minuten, meinte ich, dass ich es nicht als sehr fair empfinde, wenn wir als Betreuer immer sofort auf die Wünsche der Kinder eingehen müssen und andersrum gibt es von Seiten der Kinder gar kein Entgegenkommen, wenn wir ein Spiel mit ihnen spielen wollen. Ich brachte das Symbol einer „Waage“ ein, die ausglichen sein sollte, einmal sind die Kinder mit ihren Wünschen dran, einmal wir Betreuer. Wenn dies immer abwechselnd hin und her geht, fühlen sich alle wohl und wir haben viel Spaß und eine schöne Zeit gemeinsam. Die Kinder verstanden das und waren nun wieder bereit sich auf Neues einzulassen. Wir beschlossen ihnen nun eine Konstruktionsaufgabe zu geben.

 

Ich legte Planen, Seile und einen Wassersack in die Mitte und sie bekamen die Aufgabe ein Lager, nach ihren Bedürfnissen zu bauen. Alle sprangen auf einmal vom Boden auf und waren begeistert. Doch schon bald spaltete sich die Gruppe, denn die einen wollten gleich unter dem erstbesten Baum, in der Nähe von uns Betreuern, das Lager errichten. Andere nahmen sich für die Platzwahl mehr Zeit, fanden schöne Plätze in der Nähe eines Baches. Doch sie konnten sich anfangs nicht gegen die Anderen durchsetzen und kamen oft zu uns um sich zu beschweren. Wir schickten sie immer wieder mit der Information zurück, dass sie doch versuchen sollen, den anderen zu erklären, warum der andere Platz besser ist und sie davon zu überzeugen. Es war eine sehr spannende Gruppendynamik entstanden, und nach und nach brauchten sie uns immer weniger.

 

Die letzte Stunde arbeiteten die Kinder ganz alleine an dem Lager, ohne unsere Hilfe. Wir bereiteten in der Zwischenzeit die Jause vor und nach ca. zwei Stunden riefen uns die Kinder, dass sie nun fertig seien. Wir gingen über die Wiese, runter zum Bach, mussten durch den eiskalten Bach steigen um zu ihrem Lager zu gelangen. Es war unglaublich toll, was sie geschafft hatten. Ohne Baum, nur mit Hilfe von Stecken und Seilen hatten sie ein Lager errichtet, wo wir alle darunter jausnen konnten. Freude und Stolz war in den Gesichtern der Kinder sichtbar.

 

Danach war Freizeit angesagt, alle durften machen, was sie wollten. Manche wärmten sich am Feuer auf, andere spielten Verstecken usw.

 

Den Nachmittag schlossen wir dann noch mit einer Reflexionsrunde ab, die die Fragen beinhaltete:

1) Was habe ich zu dem Endergebnis beigetragen?

2) Was habe ich wahrgenommen, dass andere Kinder beigetragen haben?

3) Was waren die Schwierigkeiten, wie habe ich es geschafft zu einer guten Lösung zu kommen

4) Wie bin ich mit dem Ergebnis zufrieden?

 

Danach durften sie Kinder sich 15 min Zeit nehmen, durch den Wald gehen und sich ein Symbol aus Naturmaterialien für „ihre Stärke“ suchen.

Es kamen sehr interessante Aussagen wie:

R: Symbol eines Steines, „der ist so hart wie mein Kopf, oft sehe ich mich als Hektiker“;

M: Symbol einer Blume, die noch nicht aufgeblüht ist: „noch ist die Blume krumm wie mein Rücken, der oft wehtut, doch wenn sie aufblüht ist sie so schön wie ich.“

M: Hat aus Moos und Blumen ein schönes Naturgesteck gebastelt: „steht für die Natur im Allgemeinen, in der ich mich wohl fühle, wohler als in der Stadt“.

 

 

Nach dieser Symbolarbeit war schon ein größerer Zusammenhalt in der Gruppe spürbar und Ruhe und Zufriedenheit breitete sich aus. Der restliche Abend war frei: 3 Kinder wollten Palatschinken machen, es ergab sich dann doch einen Kaiserschmarrn. Wir machten dann noch ein Feuer im Gruppenraum, sowie auf der Lagerfeuerstelle vor dem Haus, wo wir nach dem Kaiserschmarrn auch noch ein paar Würstel und Steckerlbrot machten. Wieder waren die Kinder müde und gingen bald nach dem Abendessen schlafen.

 

 

Dienstag, 19.4.2011


Den letzten ganzen Tag starteten wir wieder auf der Sonnenterrasse mit einem herrlichen Frühstück. Danach gab es wieder eine Befindlichkeitsrunde zu der Frage „wie hoch ist meine Energie heute?“ Im Anschluss spielten wir Fangen, Verstecken, Komm mit lauf weg etc. Dann gab es die nächste Konstruktionsaufgabe: Die Kinder sollten zu ihrem Lager eine „Brücke über den Fluss“ bauen. Wieder waren alle sehr motiviert und starteten los und zu unserer Überraschung brauchten sie uns gar nicht mehr. Wieder war es sehr spannend den Kindern dabei zuzusehen. Anfangs waren alle sehr motiviert, jedoch funktionierte es nicht gleich so, wie sie sich das gedacht haben. Einige gaben gleich auf, streikten, begannen grantig zu werden und dies auf uns Betreuer zu projizieren. Andere blieben an der Aufgabe dran und gaben nicht auf, versuchten andere Strategien. Schließlich nach zweieinhalb Stunden und viel Kampf mit sich selber, der Gruppe und uns, schafften sie es und wir konnten über eine Brücke den Bach überqueren.

 

Wir waren sehr stolz auf die Kinder und sie freuten sich auch, allerdings waren viele sehr erschöpft. Nach einer stärkenden Jause, setzten wir gleich eine Reflexionsrunde an die Aufgabe an, mit den Fragen:

1) Was habe ich dazu beigetragen, dass es zu diesem Ergebnis gekommen ist

2) Was haben andere dazu beigetragen (V. hat sich diese Frage gewunschen)

3) Was waren die Schwierigkeiten.

 

Die Kinder genossen das Sprechen über ihr Erlebtes sehr und so konnten wir die Frustration, die bei einigen während des Bauens entstanden ist, gut in positives umwandeln. Nach dieser Reflexion waren alle sehr zufrieden. Wieder war „Freizeit“ angesagt. Einige gingen gleich in die Hütte, andere blieben noch bei der Brücke und dem Lager. S. fragte an diesem Nachmittag, ob er das Feuer im Gruppenraum machen dürfe. Ich übergab ihm diese Aufgabe, er musste schauen, dass es den ganzen Abend brannte, dass immer Holz zum nachlegen bereitgestellt ist. Es war unglaublich toll zu sehen, wie er bei dieser Aufgabe aufging. Stundenlang saß er seelenruhig vor dem Feuer und starrte hinein. Immer wieder setzte ich mich, oder andere Kinder, zu ihm hin und er begann zu philosophieren: Wie geht der Rauch da eigentlich raus, warum wird es oben warm, wir sprachen über die Farben etc. Es war unglaublich schön ihn so zu sehen, denn noch vor zwei Tagen war er einer der unruhigsten und der sich am wenigsten öffnen wollte. An diesem Abend wurde gegrillt, M. und R. übernahmen die Aufgabe der Grillmeister, was für die zwei eine Herausforderung darstellte, da es jeder anders machen wollte, aber sie als Zweier-Team eine gemeinsame Lösung suchen mussten.

 

 

Diese Stunden waren die ruhigsten, harmonischsten Stunden der ganzen Projektzeit. Während alles so schön glatt verlief, baute ich mit Karin für den Abschluss auf einer etwas entfernten Wiese eine „rituelle Gestaltung“ mit Steinen und Fackeln auf.

Dahin spazierten wir dann im Halbdunklen. In der Mitte der Wiese war ein großer Baum. Jedes der Kinder, durfte alleine im Stillen über die Wiese gehen.

 

 

Alle stellten sich im Halbkreis auf, einzeln wurden sie aufgefordert den Steinweg entlang zu gehen, auf eine Trommel zu schlagen, ein Teelicht anzuzünden, zwei Sätze, die die Anfangsworte trugen:

1) Mein schönstes Erlebnis in der Gruppe….

Und 2) Mitnehmen möchte/werde ich…. Danach durfte sich jeder eine Fackel nehmen, wir warteten bis alle fertig waren und wanderten im Dunkeln und in Ruhe den Weg mit den Fackeln zurück zur Hütte. Es war ein wunderschöner Sternenhimmel zu sehen und die Kinder gingen ruhig und zufrieden an diesem Abend schlafen.

 

Mittwoch, 20.4.2011


Der letzte Tag begann mit einer Befindlichkeitsrunde, die die Fragen

 

1) Mit welchem Gefühl bin ich gestern schlafen gegangen und

2) Mit welchem Gefühl bin ich heute aufgewacht, beinhaltete.

Danach teilten wir mit Hilfe eines „Naturmemorys“ Gruppen ein. Eine Gruppe putzte den 1. Stock des Hauses, eine weitere das Bad, die andere Gruppe baute das Lager ab und legte die Seile und Planen zusammen. Als wir mit den Aufräumarbeiten fertig waren, verabschiedeten wir uns von der Hütte und wanderten Richtung Parkplatz, machten jedoch einen Stopp auf der großen Wiese. Dort spielten wir noch Fangen, Donner-Wetter-Blitz, etc. Danach wollte V. unbedingt ins kalte Wasser springen.

 

Es war sehr heiß an diesem Tag und der Schnee war auch schon geschmolzen. Auf einmal ließen sich einige Kinder anstecken und sprangen ebenso in den kalten Fluss. Karin und ich machten es ihnen gleich und wir hatten noch viel Spaß und tobten uns alle gemeinsam so richtig im kalten Wasser aus. Danach setzten wir uns noch mal im Kreis zusammen um bewusst von dem Ort Abschied zu nehmen. Jedes Kind bekam von Katharina und mir ein persönliches Feedback über die Stärken, die wir in diesen Tagen an jeden einzelnen wahrgenommen haben. Danach konnte noch jeder sagen, was er noch loswerden mochte, einzelne Kinder bedankten sich, freuten sich, dass Karin dabei war, sagten noch mal vor allen was ihr schönstes Erlebnis war, usw. Dann wanderten wir zum Auto, verstauten dort unsere Rucksäcke und gingen noch ins Gasthaus auf der Postalm Mittag essen. Am Weg nach Hause schliefen im Auto alle Kinder ein.

 

 

Erreichte Ziele:

  • Ich erlebe mich in der Gruppe
  • Ich bringe mich und meine Meinung in die Gruppe ein und respektiere die Meinung der anderen
  • Ich finde meinen Weg um mich einzubringen
  • Ich lasse mich auf Neues ein
  • Ich kenne meine Stärken
  • Ich nehme die Stärken der anderen Gruppenmitglieder wahr

 

 

 

Stadtforscher und Stadtforscherinnen unterwegs in Linz

 

Ein Erlebnisbericht der Pädagoginnen der WG 1


 

Linz- gelber BummelzugEs war wieder einmal soweit- das „Langzeitprojekt – Wir lernen die Hauptstädte unseres Landes kennen“ ging in die nächste Runde. Diesmal war es die kleine, überschaubar und schöne Stadt Linz.

 

Die Autofahrt, trotz Stau ging schnell vorüber. Kurz vor Linz legten wir einen Zwischenstopp ein, da es sehr heiß an diesem Tag war, um schwimmen zu gehen. Am späteren Nachmittag erreichten wir die Stadt und fuhren mit dem berühmten, gelben Bummelzug durch Linz, um erste Eindrücke zu sammeln und die Hotspots zu sehen. Nach dem Abendessen fuhren wir in unser Quartier und die 3 Mädels gaben sich im Garten noch eine ausgelassene Versteckspiel- Jagd. Erschöpft vom ersten Tag kehrte die Nachtruhe relativ schnell ein.

 

Am nächsten Morgen hatten wir uns ein sehr dichtes Programm vorgenommen. Beginnen wollten wir einer Bahnfahrt auf den Pöstlingberg. Ein kleiner Rundgang, bestaunen der Rehe und dann ein Rundfahrt mit der Grottenbahn. Des Weiteren gab konnten wir den Hauptplatz von Linz in Miniaturform begehen.

Unsere nächste Station führte uns durch die Altstadt, hinauf zum Schloss. Leider fing es an zu regnen und wir gönnten uns eine wohlverdiente Pause. Da der Regen nicht nachlassen wollte, beschlossen wir dem Wetter zu trotzen – es ging noch weiter hinauf. Nach einem witzigen Fotoshooting und einem ausgedehnten Spaziergang führte uns unser Weg zur Einkaufsstraße, wo wir alle unserer Einkaufslust nachgaben und einige Souvenirs kauften. Nach diesem anstrengenden aber erlebnisreichen Tag fielen wir müde aber glücklich ins Bett.

 

Der letzte Tag – die Zeit vergeht immer viel zu schnell – war angebrochen und führte uns zu einem der Highlights von Linz. „Der Höhenrausch“, angelegt auf den Häusern von Linz, bekommt man die tolle Gelegenheit die Stadt von oben zu betrachten. Über Holzbrücken und Wege gelangt man zu einer Dachterrasse mit Wasserspielen. Lange ließen wir uns nicht bitten und hupften und liefen durch die Wasserfontänen. Etwas nass geworden legten wir uns in die aufgestellten Liegestühle und ließen uns trocknen. Um dieses Projekt schön abzurunden, gingen wir ausgiebig Mittagessen und ließen die ereignisreichen Stunden unseres „Linz – Projektes“ Revue passieren.

 

Mit vielen neuen Eindrücken, lustigen Fotos und guter Laune traten wir den Heimweg nach Wien an und freuten uns, den Zurückgebliebenen von unserer Reise zu berichten.

 

Auch diese Projektreihe, liebevoll geplant und mit Sorgsamkeit durchgeführt ist keine Selbstverständlichkeit in einer Wohngruppe!

 

 

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Rhythmus gemeinsam erleben

 

 

Durch Trommeln und andere Perkussionsinstrumente tauchen wir mit Begeisterung in eine Vielfalt von Rhythmen ein. Auf der Djembe, deren Ursprung in Westafrika liegt, lernen die Kinder und die Pädagogin / der Pädagoge einfache Trommelrhythmen kennen und mit der entsprechenden Technik spielen. Durch lustige, abwechslungsreiche Trommelspiele wird der Workshop aufgelockert. Im Vordergrund stehen dabei immer die Freude an der Musik und das Zusammenspiel in der Gruppe, wobei die Kinder lernen, aufeinander zu hören und Rücksicht zu nehmen. Mit viel Spaß probieren die Kinder, die Pädagoginnen und die Pädagogen verschiedenste Instrumente aus aller Welt aus und entlockten ihnen die unterschiedlichsten Töne. Durch das einfache rhythmische Spiel unterstützt das Trommeln die Fähigkeit zu Konzentration, fördert die Kreativität, Koordination, Körperwahrnehmung und Kommunikation.

Gerda Schneemeyer, eine engagierte Sonder- und Heilpädagogin, die seit 10 Jahren Trommelworkshops für Kinder anbietet, übernahm die Aufgabe und sie leitet uns immer wieder in ihren Workshops an mit Spaß und Energie die Rhythmen zu genießen.

Sehr herzliche danken wir LANXESS für die Unterstützung und die Umsetzung!

 

 

 

 

 

Green Care – Im Garten zur Ruhe kommen

 

 

Unser Gartenprojekt


Mohnblumen

Unter dem Motto „Natur erfahren und begreifen“ startete eine pädagogische Mitarbeiterin der WG 2 bereits 2008 ein Gartenprojekt. Ziel war es, eine kleine „Wohlfühl-Oase“ für Kinder und Jugendliche der Wohngruppen gemeinsam zu gestalten.

Der Tierfarm vorgelagert befindet sich das ehemalige Entengehege mit seinem kleinen Tümpel. An diesem Ort entstand der Wohlfühlgarten . Ein kleiner Garten bietet eine wunderbare Erfahrungswelt für alle Sinne.

Dem Erlebnisraum Garten und der damit verbundenen „Gartenarbeit“ werden eine Reihe didaktischer Aspekte zugeordnet: Die Arbeit im Garten wirkt nicht nur erzieherisch, indem die Kinder natürliche Prozesse erfahren können, sondern fördert auch das soziale Lernen. Praktische Fähigkeiten sind dabei genauso wichtig wie kognitive. Zudem bietet die Mitarbeit im Garten Möglichkeiten, Aggressionen abzureagieren, aber auch die Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen.

Die positven Auswirkungen der Naturerfahrungen im Sinnesbereich wie im Bereich der emotionalen Stabilisierung sollenImpulse für die sozialpdäagogische Arbeit sein.

Die konkrete Gartengestaltung basiert auf schlichter Natürlichkei – schon das Verweilen im Garten soll Kindern und Jugendlichen Ruhe und Geborgenheit in einem geschützten Rahmen anbieten.

Vor allem jene Beeren, Sträucher, Kräuter und Blumen fanden m Garten ihren Platz, die vorwiegend durch Sonne und Regen wachsen können, Kinder und BetreuerInnen greifen bei diesem Prozess unterstützend ein.

 

 

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Erste Bergerfahrungen – Vertrauen in eigene Kräfte stärken

 

Dieses Projekt wurde von Pädagoginnen aus allen drei Wohngruppen für jene Kinder entwickelt, die nur wenig Kontakt zur ihren Herkunftsfamilien haben. Naturerfahrungen in der Bergwelt erlebte diese Gruppe als große Bereicherung. Wandern, den Murmeltieren lauschen, das erste Mal einen Sessellift benutzen, das Almleben erkunden und bei einer professionell geführte Canyonning-Tour über die eigene Geschicklichkeit staunen und auf die Anleitung Erwachsener vertrauen – der Aufenthalt in Galtür bot eine Fülle an Sinnesanregungen und Wissenserweiterung. Familie Walter vom Hotel Alpina trug viel dazu bei, dass sich die Kinder unglaublich wohl fühlten und die Tage genossen.

Sowie im vergangenen Jahr wird auch heuer wieder dieses tolle Projekt vom „Buffetteam des Traudl – Theaters in Hennersdorf unterstützt.

In den ausverkauften Vorstellungen gab es ein reichhaltiges Pausenbuffet, das auch im Jahr 2011 von Michaela Kremzar unter Mithilfe von Hennersdorfer Gemeinderäten und -rätinnen gestaltet wurde. Die Hennersdorfer/innen sind bestrebt, bei Veranstaltungen immer den sozialen Aspekt zu bedenken. So war es auch diesmal wieder und das Europahaus des Kindes bekam einen Großteil der erzielten Buffeteinnahmen.

 

 

 

 

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Stadtforscher und Stadtforscherinnen unterwegs in Salzburg

 

Ein Erlebnisbericht der Pädagoginnen der WG 1

 

Blick auf die Stadt SalzburgNach einer 3-stündigen Autofahrt durch vier verschiedene Bundesländer, vorbei an weiteren Hauptstädten und dem Mondsee, konnte das Abenteuer beginnen!

Wie – 4 Kinder und 2 Sozialpädagoginnen – waren ganz gespannt und aufgeregt, endlich die Stadt zu erkunden.

Die bei uns untergebrachten Kinder kennen meist nur Wien oder Kärnten (wir verbringen zumeist unseren Sommerurlaub in Kärnten) – wir wollten durch unser „Städteprojekt“ das Wissen unserer Kinder über österreichische Städte bereichern aber auch eine Auszeit vom Alltag in der Wohngruppe ermöglichen.

Mit dem Bus ging es erstmals durch den Mönchsberg in die Altstadt. Über die Getreidegasse begaben wir uns auf die Spur des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich und erkundeten den von ihm errichteten Residenzplatz sowie die Residenz. Auch der 101 Meter lange Dom wurde mit großem Staunen bewundert. Da uns die Dunkelheit relativ bald einholte, ließen wir uns noch ein wenig in den engen Gassen der Altstadt von den Touristenmassen treiben, kehrten in einem Gasthof ein und fielen geschafft durch die vielen Eindrücke ins Bett.

Gestärkt durch das Frühstück und von Vorfreude angetrieben, starteten wir unseren zweiten Tag im sonnigen Salzburg mit dem Haus der Natur. Auf verschiedenen Ebenen erkundeten wir das riesige Aquarium, die Terrarien mit lebenden Reptilien und Amphibien, die Saurierhalle, die Weltraumschau, die Welt der Kristalle, machten eine Reise durch den menschlichen Körper inkl. Sexualität und Fortpflanzung, sammelten Informationen über die Lebensader Salzach und Christian Doppler. In der Welt des Meeres erlebten wir die Farbenpracht tropischer Fische, die hautnahe Beobachtung von Bewohnern des Mittelmeeres, Amazonasfischen oder von Fischen heimischer Gewässer. Das neue Science Center im Haus der Natur überraschte uns mit einer bunten Vielfalt an spannenden Experimenten: Technik und Naturwissenschaften und der eigene Körper wurden zum interaktiven Erlebnis. An den rund 80 Experimentierstationen auf drei Etagen konnten wir z.B. Turbinen eigenhändig betreiben und im begehbaren Geigenkörper wird Musik nicht nur hörbar sondern auch spürbar. Beim Experimentieren werden Fragen beantwortet wie „Warum verwendet man Zement oder Kaffee als Pulver?“, „Wie gelangt der Schall ins Ohr?“ und „Wie strampelt mein Skelett auf dem Rad?“. Probieren und staunen war ausdrücklich erwünscht! Obwohl wir uns – ja, kaum zu glauben, auch die Kinder wollten das Museum nicht verlassen – nur schwer losreißen konnten, wartete bereits ein neues Abenteuer auf uns.

Mit dem Mönchsbergaufzug gelangten wir auf den Mönchsberg, der uns ein unglaubliches Panorama der Stadt bot. Nach einem kurzen Spaziergang gelangten wir zu unserem, von den Burschen bereits freudig erwarteten, nächsten Highlight: die größte vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas, die Festung Hohensalzburg.

Mit einem Audioguide bewaffnet begaben wir uns auf die Spuren des Mittelalters. Wieder in der Gegenwart angelangt führte unser weiterer Weg über den „Salzbach“ (Zitat von unseren Kindern) zum Schloss Mirabell. Wieder über den Fluss zurück, besuchten wir noch das Geburtshaus von Mozart. Die restliche Stunde verbrachten wir damit kleine Souvenirs für uns einzukaufen.

Auch an unserem letzten Tag hatten wir noch ein kontrastvolles Programm. Zuerst ging es per Seilbahn auf ca.1800 Höhenmeter auf den Salzburger Hausberg (Untersberg). Oben angekommen erwarteten uns starke Windböen, denen wir jedoch mit unserer ganzen Körperkraft trotzten. Und so erreichten wir trotz enormen Schnee- und (im Gesicht) schmerzhaften Eiskristallverwehungen das Gipfelkreuz. Beim uns dargebotenen Panorama sagte ein Bursche von uns bezeichnend: „Wow, von hier aus sieht man, wie groß unsere Welt eigentlich ist.“

Der nächste und (leider) auch letzte Programmpunkt führte uns unter den Berg, nämlich ins Salzbergwerk von Hallein. Durch eine rasante Fahrt mit dem Grubenhunt gelangten wir ins Bergwerksinnere. Dann gings zu Fuß weiter, vorbei am hl. Rupert, dem Schutzpatron des Bergwerkes und über die deutsche Staatsgrenze nach Bayern. Über die Bergmannsrutschen gelangten wir immer tiefer in den Stollen. Den unterirdischen Salzsee mit einer Länge von 70m überquerten wir mit einem Boot. Im Untersteinbergsstollen angekommen, gings dann wieder Richtung Österreich. Der Grubenhunt brachte uns dann wieder zurück ans Tageslicht.

Durch das tolle Programmangebot der Stadt, das perfekte Wetter (Sonnenschein und angenehme Temperaturen) und die Freude unserer Kinder am Entdecken und Kennenlernen verbrachten wir drei wunderschöne, lustige, informative und entspannte Tage in Salzburg.

 

 

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